Symbolbild: Sabine Langer

Dreiste Wilderer-Bande seit Monaten aktiv

Bereits seit Sommer vergangenen Jahres treibt eine Gruppe von Wilderern im Landkreis Fürstenfeldbruck (Oberbayern) ihr Unwesen. Die im Bericht des Merkurs als „Vollmond-Bande“ bezeichnete Täter-Gruppe schießt immer wieder Rehe, Wildschweine oder Fasane – bevorzugt in Vollmondnächten während der Dämmerung. Die Polizei spricht dem Bericht zufolge von Jagdwilderei in besonders schwerem Fall und bittet nun um Mithilfe der Jägerschaft. 

Die Jägerschaft ist besonderes gefragt, da man ihr eine hohe soziale Kontrolle nachsagt. Waidmänner waren es auch, die auf die Wilderei aufmerksam machen und bereits erste Hinweise geben konnten. So wunderten sich die Jäger der Region zunehmend über nächtliche Schüsse und einem immer wieder auftauchenden roten Kleinwagen, welcher keinem Kollegen zugeordnet werden konnte. Beim ansässigen Kreisjagdverband zeigt man sich ratlos: Es sei ein beispielloses Phänomen – da es sich aber um Straftaten handele, sei ohnehin die Polizei zuständig, heißt es dem Bericht zufolge.  

Einige Fragen bleiben allerdings offen: Warum werden die Tiere überhaupt gewildert? Gerade bei Wildschweinen liegt der Kilo-Preis nicht besonders hoch, außerdem gibt es weiterhin die Gefahr, dass das Wildbret mit Trichinen belastet ist. Da diese auch für Menschen gefährlich sind, birgt der unkontrollierte Verkauf Gefahren und wäre ebenso ein Straftatbestand wie die ohnehin illegale Jagd der Täter. Weiterhin ist unklar, wie die Wilderer an die Jagdwaffen kommen. Gerade wegen ihrer Auffälligkeit würden die Waffen kaum gehandelt werden, heißt es.

Fest steht jedoch, dass die Jagdwilderei eine Schande ist. Es ist wichtig, dass die Jagd nur von ausgebildeten und geschulten Jägern durchgeführt wird, die auf das Wohlergehen der Tiere achten und für unbelastetes Wildbret stehen.

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