Entlaufener Emu: Abschussgenehmigung erteilt

Emu

Symbolbild

Der Wartburgkreis in Thüringen hat ein skurriles Problem: Emu „Bolek“ ist aus seinem Gehege ausgebrochen und hält Polizei, Bevölkerung und Behörden auf Trab. Der australische Laufvogel konnte bisher nicht eingefangen werden und soll schon zwei Menschen attackiert haben. Die Behörden haben indes wenig Hoffnung, dass es noch gelingt, den Emu zu ergreifen und in sein Gehege zurückzubringen, aus dem er eine Woche zuvor ausgebrochen war. Seitdem irrt das Tier in der Region um Marksuhl umher.

Zum Schutz der Bevölkerung und des Straßenverkehrs haben sich die zuständigen Behörden nun für einen drastischen Schritt entschieden: Das Tier soll getötet werden, berichtet die Thüringische Landeszeitung. Dazu wurde den Forstämtern Marksuhl und Bad Salzungen sowie den angrenzenden Jagdbezirken eine Abschussgenehmigung erteilt.

Nach seinem Ausbruch griff der Vogel einen Jogger und einen weiteren Mann an, der versucht hatte, ihn einzufangen. Der Emu hackte mit dem Schnabel auf ihn ein, der 60-Jährige trug blaue Flecken auf dem Rücken davon. Daraufhin war der 1,50 Meter große und etwa 50 Kilogramm schwere Laufvogel nicht mehr gesehen worden.

Berichten der Bild-Zeitung zufolge habe der Besitzer betont, dass der Emu an Menschen gewöhnt und daher eigentlich ein „ruhiges und friedliches Tier“ sei. Doch die Gefahr – vor allem auch für den Straßen- und Bahnverkehr – sei zu groß, wie eine Sprecherin des Wartburgkreises der Bild gegenüber angab. „Bolek“ lebte bis zu seiner Flucht zusammen mit einem weiteren Emu in einem 400 Quadratmeter großen Gehege in Marksuhl. Wie er den 1,60 Meter hohen Zaun überwinden konnte, ist noch unklar.

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