Nilgänse

Feuerwehr und Polizei stehen aggressiven Nilgänsen machtlos gegenüber

Nilgänse kommen immer öfter in die Städte und verlieren langsam, aber sicher ihre Scheu vor Menschen. Das führt auch dazu, dass die Tiere aggressiver agieren und Menschen schneller angreifen, sobald sie sich bedroht fühlen. Wie die Ruhr Nachrichten berichten, kam es jetzt in Bochum zu einem Zwischenfall mit Nilgänsen, bei dem selbst die Polizei und die Feuerwehr ratlos waren.

Bereits um 8.30 Uhr am Sonntag ging ein Notruf bei der Polizei ein. Die 33-Jährige Martina Raabe wurde dem Bericht zufolge zuvor von einem Nilgans-Paar, welches offensichtlich ihr Küken verteidigen wollte, attackiert und zeigte sich geschockt: „Ich war von den Gänsen noch mindestens fünf Meter entfernt, als zuerst nur der Ganter plötzlich aggressiv auf mich zugeflogen kam.“ Dank ihrer dicken Kleidung wurde Martina Raabe zum Glück nicht verletzt – die Kleidung jedoch war von Bissspuren gezeichnet.

Als die verwunderte Polizei eintraf und diese auch von den Nilgänsen angegriffen wurde, alarmierten die Polizisten die Feuerwehr, um die Tiere einzufangen. Doch auch der Plan, die wilden Tiere mit einem Netz einzufangen, scheiterte, da die Gefahr bestand, dass die Gänse dadurch verletzt würden, heißt es. Die Beamten konnten nur zuschauen und abwarten, bis die Nilgänse mit ihrem Küken weiterzogen.

Dem Vogelexperten Prof. Dieter Hasselmann vom Naturschutzbund (NABU) zufolge ist der Hauptgrund für das Verhalten der Tiere, dass sie ihre Scheu vor Menschen verloren haben und sie wissen, dass die Menschen ihnen nichts tun. Dadurch liege die Hemmschwelle für einen Angriff deutlich niedriger. Hinzu kommt, dass Nilgänse von Natur aus als aggressiver als andere Gänse gelten.

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