Fütterungsstreit trotz Extrem-Notzeit

Es war wohl vorauszusehen: Mitten im Notzeit-Winter beginnt Streit um den Sinn der Wildfütterung. 

Frischlinge brechen im Schnee

Foto: Dieter Hopf

Die Jagdbehörden in den bayerischen Katastrophengebieten haben längst die Notzeit ausgerufen. Jäger versuchen trotz akutem Schneebruch und Lawinengefahr, die Fütterungen zu beschicken. Ausgerechnet im Salzburger Land, wo eben ein Jäger und seine Begleiterin auf dem Weg zur Fütterung den Lawinentod starben, tobt heftiger Streit um den Sinn solcher Überlebenshilfe.

Der österreichische Bundesforst hat einen Jäger aus dem Gasteiner Tal wegen „Waldverwüstung“ angezeigt. Der Grund: Seine auch bei Touristen sehr beliebten Fütterungen. Der Verklagte hält dagegen, dass bereits im vorletzten Winter im Staatsrevier „dreißig verhungerte Rehe gefunden“ wurden, weil dort die Fütterungen nicht mehr beschickt worden waren.

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Die Sprecherin der Bundesforsten spricht von „unbewiesenen Behauptungen“ und wir erinnern uns an die Enttäuschung der Schulkinder, die auch im vergangenen Herbst auf das früher so beliebte Kastaniensammeln für die Wildfütterung im niedersächsischen Staatsforst verzichten mussten.

Wer nun die Bilder aus dem tief verschneiten Harz sieht, könnte auf die Idee kommen, dass auch Staatsförster die Mast jetzt gut gebrauchen könnten, wenn es die berühmt-berüchtigten Drückjagden auch in diesem Jahr noch geben soll.

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