Grüner Habeck erwägt Ja zu Nachtsichtvorsatzgeräten

Schleswig-holsteinischer Landwirtschaftsminister lässt prüfen, ob Jägern Nachtsichtgeräte in Verbindung mit dem Zielfernrohr genehmigt werden könnten.

Schwarzwild

Foto: Johanna Licht

Das drohende Näherrücken der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beunruhigt weiter die zuständigen Politiker in Deutschland. Sogar der grüne schleswig-holsteinische Landwirtschaftsminister Robert Habeck lässt jetzt prüfen, ob Jägern der Einsatz von Nachtsichtgeräten in Verbindung mit dem Zielfernrohr genehmigt werden könnte.

Wie shz.de berichtete, nannte Habeck eine Nutzung von Nachtsichtvorsatzgeräten eine „ergänzende Maßnahme zur Tierseuchenbekämpfung“. Die Erlaubnis könne jedoch nur erteilt werden, wenn das Innenministerium keine Sicherheitsbedenken habe. „Hier werden wir uns eng mit den Kollegen abstimmen“, erklärte der Grünen-Politiker. Zugleich forderte er die Jägerschaft auf, verstärkt Schwarzwild zu erlegen und Proben von jedem tot aufgefundenen Tier zu nehmen. Die Landesregierung habe die Kreise gebeten, auf die Gebühren bei der Trichinenschau zu verzichten und die Jäger dadurch finanziell zu entlasten. „Wir müssen so früh wie irgend möglich erkennen, wenn die Seuche im Land ist“, betonte Habeck dem Bericht zufolge. Einen ASP-Ausbruch in Schleswig-Holstein bezeichnete der Minister als „kein unrealistisches Szenario“. 

Aus unserem Outfox-World Shop

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Sprecher des baden-württembergischen Agrarministeriums bestätigt, dass im „Ländle“ momentan der Einsatz von Nachtsichtvorsatzgeräten geprüft wird (wir berichteten). Seit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Osteuropa beschloss die Politik weitreichende jagdliche Änderungen: So wurden Schonzeiten zurückgefahren, Abschussprämien ausgelobt und Schalldämpfer zugelassen. Einen Kommentar zu all diesen jagdlichen Änderungen und Forderungen lesen Sie hier.

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!