Grüner Minister sucht Wolfsjäger

Wolfjagdszenen aus Schleswig-Holstein: Das Umweltministerium hat beim Landesjagdverband offiziell um Hilfe beim Abschuss von Problemwolf GW924m angefragt.

Ziehender Wolf

Foto: Dieter Hopf

Wie berichtet hat dieser Wolf in den vergangenen Wochen mehrfach Schutzzäune überwunden, die nach behördlichen Vorgaben als sicher gelten. Für diesen Fall hatte das von Grünen geführte Ministerium zuvor die Entnahme angedroht.

Wie diese Entnahme vor sich gehen soll, war schon länger eine spannende Frage. Nun ist es raus: Die Jäger sollen es richten. Das Ministerium hat den Landesjagdverband gebeten, „geeignete“ Schützen zu benennen. Was immer das auch heißen soll.

Logisch, dass es auch schon heftige Proteste gibt. Diverse Pro-Wolf-Gruppen bekriegen sich schon gegenseitig in der Frage, wer lauter gegen den grünen Minister protestiert. Nachdenkenswerter ist wohl das jagdrechtliche Problem, ob vom Staat beauftragte Schützen in fremden Reviere Wölfe schießen dürfen. Überzeugende Antworten gibt es bisher nicht.

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Womöglich ist die von Grünen geführte Landesregierung Baden-Württembergs gut beraten mit ihrem Plan, die Rechtsverhältnisse zu klären, bevor Problemwolf-Abschüsse anstehen. Und auch ein Blick nach Schweden könnte hilfreich sein: Dort unterhalten die Provinzregierungen spezielle Eingreifgruppen, an denen sich auch örtliche Jäger beteiligen dürfen. Wenn sie wollen und vorher eine besondere Prüfung bestanden haben.

Eher unproblematisch gestaltet sich für die Kieler Landesregierung das Thema, ob auch der richtige Wolf zur Strecke kommt: Im fraglichen Gebiet um Pinneberg treibt bisher nur GW924m sein Unwesen.

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