Grüner Remmel: „Gerade wir machen eine Politik für den ländlichen Raum“

NRW-Umweltminister Johannes Remmel

Foto: Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen / wikipedia.org

NRW-Umweltminister Johannes Remmel kann die Kritik an dem von ihm geplanten Landesnaturschutzgesetz nicht verstehen. Das sagte der Grünen-Politiker in einem vom Westfalen-Blatt veranstalteten Streitgespräch mit Stephan Prinz zur Lippe, dem Oberhaupt des Hauses Lippe zu Detmold.

Remmel betonte, da das Bundesnaturschutzgesetz novelliert worden sei, müssten die Vorgaben nun in Landesrecht umgesetzt werden. „Im Mittelpunkt soll der Erhalt der Artenvielfalt stehen, denn da gibt es eine dramatische Entwicklung“, sagte der Umweltminister. Der Prinz zu Lippe, einer der der größten Waldeigentümer der Region, entgegnete, im Wald sei eher eine Zunahme der Arten festzustellen, beispielsweise beim Luchs oder beim Wolf. „Ja, es gibt Artenschwund im Feld, auch durch die Monokultisierung der Landwirtschaft, etwa aufgrund des Maisanbaus für Biogasanlagen“, unterstrich er.

„Ich sehe zu wenig Rücksichtnahme auf bäuerliche Landnutzer“

Stephan Prinz zur Lippe

In dem Streitgespräch warf der Prinz dem grünen Minister vor, die NRW-Umweltpolitik sei „eine Klientelpolitik für ein urbanes Milieu, das in Naturschutzverbänden organisiert ist, aber nicht in und von der Natur lebt.“ Dies zeige sich beim Verbandsklage-, Beteiligungs- und Vorkaufsrecht. „Ich sehe zu wenig Rücksichtnahme auf bäuerliche Landnutzer“, sagte Stephan Prinz zur Lippe.

„Das kann ich so nicht stehen lassen“, konterte Remmel. „Gerade wir machen eine Politik für den ländlichen Raum. Nur die Fragen, die sich stellen, sind andere als vor 20 Jahren.“

Unseren Kommentar zu diesem Thema lesen Sie hier: Kommentar Landfrust

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