Hendricks und Weil: Notfalls ganze Rudel entnehmen

Die Bundesumweltministerin und Niedersachsens Ministerpräsident veröffentlichen ein gemeinsames Eckpunktepapier zum Thema Wolf.

Wölfe

Kurz vor der niedersächsischen Landtagswahl am 15. Oktober hat sich die rot-grüne Landesregierung mit dem Bund auf ein gemeinsames Vorgehen beim Thema Wolf geeinigt. Die noch amtierende Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und ihr Parteifreund, der derzeitige Ministerpräsident Stephan Weil, veröffentlichten eine Erklärung, die unter anderem vorsieht, „in letzter Konsequenz als Einzelmaßnahme“ auch ein komplettes Rudel zu entnehmen.

Konkret heißt es in dem Papier, eine Rudel-Entnahme könne erfolgen, „wenn die gemeinschaftlich jagenden Individuen gelernt haben, sämtliche der empfohlenen und zumutbaren Schutzmaßnahmen zu überwinden, soweit die übrigen Ausnahmevoraussetzungen erfüllt sind“. Auf die Erklärung unter dem Titel „Weidetierhaltern in Wolfsgebieten helfen – Jagdrecht ist keine Lösung“ verständigten sich Hendricks, Weil und Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) bei einem Spitzengespräch in Hannover.

Einer Pressemitteilung zufolge betonten die Politiker, dass die Sicherheit des Menschen oberste Priorität habe. Unter Verweis auf den 2016 entnommenen Wolf „Kurti“ heißt es in dem Papier wörtlich: „Wölfe, die sich Menschen gegenüber auffällig verhalten, sind zu beobachten und gegebenenfalls zu töten.“ Darüber hinaus müsse die Weidetierhaltung wirtschaftlich bleiben. Den Tierhaltern müsse „geholfen werden, ihre Herden in den Gebieten, die durch den Wolf wiederbesiedelt wurden und werden, flächendeckend zu schützen“. 

Die insbesondere von Niedersachsens CDU und FDP erhobene Forderung, Wölfe in das Jagdrecht aufzunehmen, bewerteten die Vertreter von Bund und Land gemeinsam als „nicht zielführende Option“. CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann hatte jüngst in einem Interview mit der Kreiszeitung bekräftigt: „Der Wolf bleibt eine geschützte Tierart, aber wir wollen ihn in der Tat in das Jagdrecht des Landes überführen.“

Wie die NWZ meldet, erneuerten unterdessen Vertreter von Schafzüchterverbänden ihre Forderung nach wolfsfreien Zonen in Deutschland. Die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände und der Förderverein der Deutschen Schafhaltung erklärten, in Regionen, in denen wolfsabweisende Zäune nur mit einem extremen finanziellen Aufwand errichtet werden könnten, dürfe die Ansiedlung der Raubtiere nicht geduldet werden.

Einen umfangreichen Überblick über das Thema Wolf finden Sie auch hier in unserem Wolfsticker: Hier klicken!

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