Herdenschutz ohne Nutzen: Schäfer verliert erneut Tiere

Brandenburger Marc Mennle setzt vorschriftsmäßig auf Zäune und Hunde – und muss immer wieder tödliche Wolfsrisse hinnehmen.

Wolf

Symbolbild

Der brandenburgische Biobauer Marc Mennle ist mit seinem Latein am Ende: Bereits zum dritten Mal hat er jetzt Schafe durch einen Wolfsangriff verloren – und das, obwohl seine Tiere sowohl mit Herdenschutzzäunen als auch mit Hunden geschützt werden. Der Bauernbund Brandenburg fordert Konsequenzen.

Wie die Märkische Allgemeine berichtete, fielen in der vergangenen Woche sechs Schafe dem Angriff in Lenzen (Landkreis Prignitz) zum Opfer. Zwei Tiere seien so schwer verletzt gewesen, dass sie getötet werden mussten. Ein weiteres Tier werde derzeit noch verarztet und drei Schafe seien verschwunden. Marc Mennle zeigte sich gegenüber der Zeitung ratlos: „Es ist ja gerade so, als würde ich Wolfsfutter an den Elbedeich stellen.“ Erst Ende Juli war es trotz aller Schutzmaßnahmen zu einer tödlichen Attacke auf Mennles Tiere gekommen (wir berichteten). Vor zwei Jahren hatte er bereits 23 Schafe durch Wölfe verloren.

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Reinhard Jung, Geschäftsführer des Bauernbunds Brandenburg, forderte dem Bericht zufolge, das Land müsse nun endlich die Entnahme des Wolfes in Lenzen genehmigen. Der vorgeschriebene Herdenschutz habe die Wolfsrisse an diesem Standort zum dritten Mal nacheinander nicht verhindern können. Wenn das Landesumweltamt den Wolf dennoch nicht entnehmen lassen wolle, zeige dies, „dass die Wolfsverordnung nichts taugt und den Naturschutzbürokraten die Weidetierhalter völlig egal sind“, sagte Jung weiter.

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