Hochsitz gesprengt – Täter verurteilt

Zwei junge Männer sprengten einen Hochsitz mit einer Rohrbombe. Durch einen dummen Fehler wurden die beiden erwischt und verurteilt.

zerstörter Hochsitz

Symbolbild

Zwei Holzkirchenern ist ihre Leidenschaft für Sprengstoff jetzt zum Verhängnis geworden. Die damals 18- und 19-Jährigen hatten im Keller Rohrbomben gebaut und eine davon in einem Waldstück zur Detonation gebracht. Sie sprengten einen Hochsitz bei Holzkirchen in Oberbayern. Die Detonation war so stark und laut, dass ein Anwohner direkt zum Tatort eilte. „Auf der Straße lagen Trümmer“, erzählte der Zeuge jetzt vor Gericht, wie merkur.de berichtet.

Schnell wurde der zuständige Jäger herbeigerufen, der dann die Polizei verständigte. Bei den Ermittlungen entdeckten die Beamten dann ein Detail, das zur Aufklärung der Straftat führte. Die beiden Bombenbastler hatten nämlich den Strichcode auf dem Rohr kleben lassen. Dieser führte zum Baumarkt und die EC-Karten-Abrechnung zum Täter. Im Keller des jungen Mannes wurden dann Chemikalien und weitere Baumaterialien gefunden. „Wir haben im Internet Videos gesehen und wollten das selbst probieren“, berichtete einer von den beiden vor Gericht.

Von der Wucht der Explosion selbst erschrocken

Wie heftig die Explosion gewesen sei, schilderten die beiden dem Richter. „Wir haben uns total erschrocken und standen ziemlich unter Adrenalin.“ Zum Glück wurde bei der Tat niemand verletzt. Die lange Zündschnur brannte nämlich fast vier Minuten. „Da kann ein Haufen Menschen und Tiere vorbeikommen“, sagte Staatsanwalt Matthias Braumandl bei der Verhandlung. Den Schaden haben die jungen Männer dem Jäger bereits vor dem Prozess ersetzt, jetzt wurde einer zusätzlich zu 120 Sozialstunden und der andere zu 800 Euro Geldstrafe verknackt.

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