Hund hetzt Kitz tot: Halterin redet sich raus

In Günzburg (Bayern) hatte die Hundebesitzerin nach einem tödlichen Vorfall eine merkwürdige Ausrede parat.

Kitz

Symbolbild: Karl-Heinz Fritschek

Hundehalter, die ihre Vierbeiner unangeleint durch die Natur laufen lassen, sorgen immer wieder für Ärger – wenn die Hatz auf ein Wildtier dann auch noch tödlich endet, ist die Empörung groß. Im bayerischen Günzburg tischte eine angezeigte Halterin jetzt eine skurrile Ausrede auf.

Wie die Augsburger Allgemeine berichtete, hatte die Frau mehrere Hunde frei auf einer Wiese herumlaufen lassen. Dabei versetzten die Vierbeiner ein Rehkitz derart in Todesangst, dass dieses flüchtete und sich dabei schwer verletzte. Jagdpächter Markus Kircher, zu dessen Revier das Areal gehört, zeigte die Hundehalterin an, weil er sich auf Augenzeugenaussagen zu dem Vorfall berufen kann: Ein in einem Hochhaus wohnender Mann hatte die Hatz zufällig durch ein Fernglas beobachtet. Zwei von Kircher verständigte Jäger spürten das verletzte Tier auf. Sie konnten ihm allerdings nur mittels telefonischer Instruktionen einer Tierärztin Hilfe leisten. Dies genügte dem Bericht zufolge nicht: Das Rehkitz starb an seinen Verletzungen.

Wie es weiter heißt, wirkte die Hundebesitzerin nicht nur uneinsichtig auf Jagdpächter Kircher. Sie habe auch noch behauptet, das Reh habe sie angegriffen. Für diesen Satz habe er einen Ohrenzeugen, sagte Kircher. „Überhaupt kein Verständnis“ könne er für das Verhalten der Frau aufbringen.

Laut dem Zeitungsbericht zählt Bayern zu den Bundesländern ohne Leinenpflicht für Hunde in der freien Natur. Nichtsdestotrotz dürfe ein Hunde nicht wildern, habe dazu der Bayerische Jagdverband klargestellt.

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