Hund hetzt Reh zu Tode – Herrchen wird zum Wilderer

Im Landkreis Ostallgäu sucht die Polizei nach einem unbekannten Hundehalter, der ein von seinem Vierbeiner getötetes Reh mitgenommen haben soll.

Reh

Symbolbild: Ryszard Adamus

Im schwäbischen Landkreis Ostallgäu hat ein Hund am Wochenende ein Reh verletzt und zu Tode gehetzt. Die Reaktion des verantwortlichen Hundehalters war unglaublich und empörend zugleich: Er nahm das verendete Reh offenbar mit nach Hause.

Wie die Polizei Kaufbeuren berichtete, geschah der Vorfall am Samstagmorgen in der Gemeinde Osterzell. Der Hund, der vermutlich mit seinem Besitzer auf einer morgendlichen Runde war, verletzte das Reh zunächst und hetzte es dann über mehrere Wiesen, bis das Tier verendete. Nach Polizeiangaben lud der unbekannte Hundebesitzer das Reh dann wahrscheinlich in seinen Pkw und nahm es mit.

Die Polizei wies angesichts des Vorfalls ausdrücklich darauf hin, dass das Wild gerade in den Wintermonaten besonders geschützt sei. Sollte der eigene Hund ein Tier reißen oder auch nur verletzen, müsse entweder die Polizei oder der zuständige Jäger benachrichtigt werden. Andernfalls gebe es – wie nun für den unbekannten Hundehalter – eine Strafanzeige wegen Jagdwilderei.

Vor anderthalb Jahren hatte ein Motorradfahrer in Thüringen ebenfalls ein totes Reh illegal mit nach Hause genommen. Nach einem Wildunfall versuchte der Mann allen Ernstes, aus dem verendeten Tier daheim eine Mahlzeit zuzubereiten, kippte dabei allerdings um (wir berichteten).

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