Hundeeinsatz im Wolfsgebiet: Ohne geht’s wohl nicht

Eiertanz um den Hundeeinsatz bei Drückjagden in Wolfsregionen: Nach dem tragischen Tod eines Hundes in Brandenburg wird klar, dass sich auch der Staatsforst nicht an die wohlfeile Empfehlung zum Hundeverzicht hält.

Jagdhund

Foto: howo

Wir kennen das Thema spätestens seit dem Wolfsriss einer Dachsbracke im vergangenen Jahr in Brandenburg. Damals kritisierten vor allem Förster das Verhalten des Hundeführers und erinnerten an die offizielle Aufforderung, keine Hunde einzusetzen – schon gar nicht in der Ranzzeit.

Daraufhin mehrten sich Hinweise, dass es zuvor auch bei Jagden im Staatsforst Wolfangriffe auf Hunde gegeben hatte, wohl auch Warnschüsse. Und nun die Meldungen von einer Drückjagd in Briesen. Ein Hund der Rasse Laika starb durch die Kugel eines Gastjägers. Ob es ein Unglücksfall durch einen Querschläger war, wird noch überprüft.

Der Fall wirft vor allem aber auch die Frage auf, ob die Forderung Sinn macht, in Wolfsregionen auf den Hundeeinsatz zu verzichten. Offenbar hält sich auch der Staatsforst nicht daran. Anders lassen sich Sauen offenbar nicht bewegen. Schon gar nicht unter dem Prädationsdruck in Wolfsgebieten, der das Schwarzwild immer heimlicher und wehrhafter gemacht hat.

Genau damit erklärt auch der Jagdleiter der Schlagzeilen-Drückjagd, bei der letzte Woche ein Wolf erschossen wurde, weil er Hunde angefallen hatte, seine Entscheidung, nicht auf Hunde zu verzichten. Die Entwicklung zeigt: Sauen- und Rotwild-Bewirtschaftung werden schwierig, wo Wölfe vorkommen. Und die Frage wird akut, ob die Ersatzpflicht für Wildschäden so bleiben kann, wenn Drückjagden zum tödlichen Risiko für die offenbar doch unentbehrlichen Hunde werden?

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