Im Moselgebiet leben wieder wild geborene Lachse 

Mosel

In Rheinland-Pfalz werden Lachse wieder heimisch. Mehr als 20 Jahre nach der ersten Wiederansiedlung seien jetzt zum ersten Mal neun wild geborene Lachse im Moselgebiet gesichtet worden, teilte Landesumweltministerin Ulrike Höfken mit.

Der Nachweis, der im Moselzufluss Elzbach glückte, sei „eine gute Nachricht für den Natur- und Gewässerschutz in Rheinland-Pfalz und ein Erfolg unserer Maßnahmen zur Wiederansiedlung der Lachse sowie zur Durchgängigkeit unserer Flüsse“, sagte Höfken.

In Rheinland-Pfalz werden seit 1994 im Rahmen des internationalen Wiederansiedlungsprojektes „Lachs 2020“ regelmäßig junge Lachse an ausgewählten Gewässern ausgesetzt. Sie wandern dann ins Meer und kommen nach ein bis drei Jahren wieder an ihr Heimatgewässer zurück, um zu laichen.

Ein wichtiges Ziel ist es deshalb, die Flüsse und Bäche wieder in beide Richtungen für Fische durchgängig zu machen – bisher ist dies in der Mosel wegen der vielen Staustufen nicht möglich. Auch die europäische Wasserrahmenrichtlinie verlangt nach Maßnahmen. Die Mosel spielt dabei eine besondere Rolle, da sie und ihre Nebengewässer die größten Laich- und Jungfischlebensräume aufweisen.

Im Moselzufluss Elzbach werden seit dem Jahr 2005 regelmäßig Lachse ausgesetzt. 2011 wurde von Ministerin Höfken die Fischaufstiegsanlage an der Staustufe Koblenz und das dazugehörige Besucherzentrum „Mosellum“ eröffnet. Im März 2012 passierte dann der erste Lachs die neue Fischtreppe.

Nach dem Fund im Elzbach müssen nun laut Höfken die bislang noch unpassierbaren Wehranlagen möglichst schnell durchgängig gemacht werden, damit die Wanderfische ihre ehemaligen Laichplätze im Oberlauf erreichen können.

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