Immer mehr „Luchsfreunde“ in Rheinland-Pfalz

Luchs

Die drei Luchse, die in Kürze im Pfälzerwald ausgewildert werden sollen, werden dort bereits von der Mehrzahl der Menschen regelrecht „erwartet“. Das berichtet die Wochenzeitung „Zeit“. Die Bedenken, etwa von Jägern und Schäfern, seien in der Vorbereitungsphase des Projekts so gut wie ausgeräumt worden.

„Mittlerweile freue ich mich drauf“, sagte Gundolf Bartmann, Vizepräsident des Landesjagdverbands Rheinland-Pfalz, gegenüber der Zeitung. Er gab allerdings auch zu bedenken, dass der Luchs nicht „idealisiert“ werden dürfe. „Auch wenn er in der Bevölkerung einen besonderen Status hat, muss auch auf die Probleme geachtet werden, die er machen könnte.“ Für die Schäfer im Land sagte Sabine Hellbrück: „Es macht Sorgen, wenn so ein Raubtier um die Herden schleicht.“ Die Tatsache, dass Tierhalter im Falle eines Luchsrisses mit Geld aus Fördermitteln entschädigt werden sollen, beruhige jedoch. Hellbrück: „Damit lässt sich leben.“

Insgesamt werden 2,75 Millionen Euro in das Luchs-Projekt fließen. Wie die „Zeit“ berichtet, wären für die Auswilderung von insgesamt 20 Tieren bis zum Jahr 2020 lediglich 200.000 Euro erforderlich. Die übrigen 2,55 Millionen sollen demnach „die Jäger, die Schäfer, die Städter einen und zu Luchsfreunden machen“.

Dass die Region Pfälzerwald sich schon sehr auf den Luchs freut, hatte vor einigen Wochen das Landesumweltministerium mitgeteilt. In einer wissenschaftlichen Erhebung sagten 70 Prozent der Befragten, sie empfänden „ein positives oder sogar sehr positives Gefühl, wenn das Gespräch auf die große Katze kommt“.

Der „Zeit“ zufolge werden zurzeit drei Luchs-Waisen, die vor einigen Monaten in den Karpaten aufgegriffen wurden, in der Slowakei aufgepäppelt. Bald sollen sie dann in den Pfälzerwald transportiert und dort ausgewildert werden.

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