Jäger brutal niedergeknüppelt

Der Kampf um die schwedischen Wölfe hat eine neue Dimension erreicht. In der Neujahrsnacht trachteten Unbekannte einem jungen Jäger nach dem Leben.

Wölfe

Getroffen hat es schon wieder Mattias Heed aus Kil bei Karlstad. Ein Auto haben Wolfsfanatiker dem Mann bereits zertrümmert, ein zweites niedergebrannt. Jetzt beließen sie es nicht mehr beim Vandalismus. Ein Unbekannter überfiel Mattias und prügelte mit einem Knüppel oder Baseballschläger auf ihn ein – auch noch, als dieser zu Boden gegangen war, melden mehrere schwedische Medien.

Grund für die immer schlimmeren Hass-Attacken: Im vergangenen Jahr gab Mattias Heed einem Wolf, der sich nach dem Zusammenstoß mit einem Auto schwer verletzt in die Büsche geschleppt hatte, den Gnadenschuss. Dies geschah im Auftrag der Polizei, die den Mann offiziell als Nachsuchenjäger verpflichtet hatte – ehrenamtlich, versteht sich.

Wenig später stand Mattias morgens vor seinem brutal zertrümmerten Pick-up-Truck (wir berichteten). Er bekam Morddrohungen am Telefon und auch das nächste Auto hielt nicht lange: Diesmal wurde der Wagen angezündet und brannte aus (wir berichteten). Fahndungsversuche der Polizei blieben erfolglos. Viele schwedische Jäger legten ihr Nachsuche-Ehrenamt unter Protest nieder.

Jetzt beließen es die Jagdgegner nicht bei Sachbeschädigungen: Erst malten sie Hass-Parolen wie „Mörder“ auf den Geländewagen. Dann lauerten sie Mattias in der Dunkelheit bei seinem Auto auf. Schon beim ersten Schlag auf den Kopf ging der Jäger zu Boden. Der Täter prügelte weiter auf ihn ein, bis sein Opfer sich nicht mehr rührte.

Die Polizei sieht einen Zusammenhang zu früheren Hass-Attacken gegen den Mann. Nach der jüngsten Farbspray-Aktion war nur ein Tag vergangen bis zu den brutalen Schlägen. Das Opfer will sich zu den Vorgängen nicht öffentlich äußern.

Umstritten ist der Fangschuss nach Verkehrsunfällen mit den streng geschützten Wölfen auch in Deutschland. Obwohl es wie Tierquälerei anmutet, sind Jäger gut beraten, den Finger gerade zu lassen und die Entscheidung über das weitere Vorgehen der Polizei, den amtlich bestellten Wolfsberatern und Amtstierärzten zu überlassen.

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