Jäger erhalten anonyme Morddrohungen

Nach mehreren Drückjagden in Pirmasens (Rheinland-Pfalz) sind bei einer Jagdfirma Drohbriefe eingegangen.

Reh

Symbolbild: Simone Wolzenburg

Nach drei Drückjagden im rheinland-pfälzischen Pirmasens haben zwei Geschäftsführer einer Jagdfirma anonyme Morddrohungen erhalten. Wie der SWR berichtet, erhielten die Männer per Post die Drohbriefe. Die Polizei ermittelt.

Nach der letzten von insgesamt drei Drückjagden, die die Jagdfirma veranstaltet hatte, waren von anderen Jägern Vorwürfe laut geworden, dass zu viel Wild geschossen worden sei. Uwe Bißbort von der Jagdgenossenschaft Windsberg, die die Firma beauftragt hatte, sagte dem SWR, es habe zu viele Rehe und Wildschweine gegeben, die im Wald erhebliche Schäden angerichtet hätten. Seit Dezember seien daher mehr als 130 Rehe und 40 Wildschweine erlegt worden, und zwar auf waidmännische Weise.

Die Morddrohungen verurteilte Bißbort aufs Schärfste. „Das finde ich eine Katastrophe, das geht gar nicht“, sagte er dem Bericht zufolge. Einer der betroffenen Jäger erklärte, zwar sei Empörung über Jäger nichts Neues, durch die Morddrohungen habe jedoch „das Ganze ein Ausmaß angenommen, das wir noch nicht kannten“.

Dass Gegner der Jagd auch vor Morddrohungen nicht zurückschrecken, gibt es leider gelegentlich zu berichten. So muss ein junger Jäger aus Schweden immer wieder Hass-Attacken aus dem Lager der Wolfsfanatiker über sich ergehen lassen (wir berichteten). In Deutschland gab es im vergangenen Jahr anonyme Morddrohungen gegen Mitarbeiter des Essener Gruga-Parks, als dort Kanada-Gänse geschossen werden sollten (wir berichteten).

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