Jäger machen einen Bogen um den Wolf

Was Wolfsfreunde und Jäger-Hasser nicht glauben wollen, scheint sich zu bestätigen: Die Suche nach Jägern, die sich für den Abschuss des Pinneberger Problemwolfs hergeben, verläuft offenbar im Sande.

Wolf am Riss

Foto: Pixel-mixer

Seit heute ist es „Bild“-amtlich: Im bevorzugten Streifgebiet von Wolf „GW924m“ gibt es auch nach Informationen des Boulevard-Blatts bisher keine Kontaktaufnahme mit den dortigen Revierinhabern. Dabei wäre die Jagd dort wohl erfolgversprechend. Der Rüde hat in diesem Gebiet noch nach Bekanntwerden der Abschussverfügung erneut zugeschlagen.

Die betroffenen Viehhalter fragen schon, ob die Entnahme überhaupt ernsthaft betrieben wird. Oder ob es sich um ein Ablenkungsmanöver handelt? Wolfgang Heins (62), Präsident beim Landesjagdverband Schleswig-Holstein zu „Bild“: „Wir haben keinerlei Kenntnis über Jäger, für die die Genehmigung gelten soll!“

Dazu passt, dass es bisher keine Kontaktaufnahme mit den direkt vor Ort betroffenen Jagdpächtern gibt. Das Kieler Umweltministerium hüllt sich dazu in Schweigen, beruft sich auf die zum Schutz der Erleger gebotene Geheimhaltung.

Klar ist derweil: Nach dem 28. Februar hat sich die Angelegenheit erst mal erledigt, gegebenenfalls auch ohne Abschuss. Dann läuft die befristete Entnahmegenehmigung nämlich aus.

Ebenso klar wird am Rande des Hickhacks zudem, warum Wolfsfreunde die Besenderung der Tiere so vehement ablehnen: Sie argumentieren im aktuellen Streit damit, dass es nahezu unmöglich sei, die Identität eines Wolfs vor dem Abschuss festzustellen. Das wäre mit GPS-Halsband natürlich anders.

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