Jagdgegner scheitert mit Mordvorwurf gegen Jäger

Justizia

Der österreichische Tierrechtler und Obmann beim „Verein gegen Tierfabriken“ (VGT), Martin Balluch, ist bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg gescheitert. Balluch hatte unter anderem Anzeige wegen versuchten Mordes gestellt. Der Staatsanwalt Karl Schober sagte dem „Standard“: „Der Tatverdacht ließ sich nicht erhärten.“

Im November 2015 hatte der Tierrechtler eine Gatterjagd in Hausbrunn gefilmt. Ein teilnehmender Jäger soll dabei in seine Richtung geschossen haben. Das Projektil sei wenige Meter neben Balluch eingeschlagen, heißt es vom VGT. Der Schuss hätte ihn vertreiben sollen, mutmaßen die Tierrechtler.

Auch eine weitere Anzeige von Balluch führte für ihn nicht zum Erfolg. Bei einer Gatterjagd in Ernstbrunn im Januar 2016 hätten alle „gefangenen Tiere in dem Areal vorsätzliche Todesangst“ erlitten, schrieb der VGT-Obmann in seiner Anzeige. Der Staatsanwalt stellte auch in diesem Fall fest: Es habe keine Handlungen gegeben, die den Tatbestand erfüllten.

Martin Balluch ist in Österreich ein sehr bekannter Tierschutzaktivist – er hält international Vorträge zu den Themen Tierethik und Aktivismus. 2008 wurde er im Rahmen der Nationalratswahlen als unabhängiger Kandidat der Grünen aufgestellt.

Seit 2007 versucht Balluch, vor Gericht einen Affen zur Rechtsperson erklären zu lassen – bisher scheiterte er in allen Instanzen.

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