Foto: Dieter Hopf

Jägerschaft zeigt sich erfreut: Feldhasen-Bestände bleiben stabil

Auf einer Fläche von einem Quadratkilometer tummeln sich durchschnittlich elf Feldhasen. Damit ist der Bestand der Mummelmänner seit Beginn der bundesweiten Erfassung im Jahr 2002 stabil geblieben. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Deutschen Jagdverbandes hervor. Bei der halbjährlichen Zählung von Jägern und Wissenschaftlern wird die Nettozuwachsrate ermittelt. Diese lag von Frühjahr 2015 bis zum Herbst im Bundesschnitt bei rund 16 Prozent. Der Zählung nach gibt es regional starke Unterschiede. So gab es eine Zuwachsrate von 21 Prozent in der Norddeutschen Tiefebene (18 Feldhasen pro Quadratkilometer), im Nordostdeutschen Tiefland (fünf Feldhasen pro Quadratkilometer) hingegen war lediglich ein Wachstum von sieben Prozent zu verzeichnen. 

Der Feldhasen-Population wird vor allem durch die vielen Fressfeinde und mangelhafte Habitate beeinträchtigt. Wie DJV-Vizepräsident Dr. Volker Böhning erklärt, seien „Lebensraum, Witterung und Fressfeinde“ maßgeblich für den Feldhasen. Dabei setze den Tieren auch nasskaltes Wetter zu. Eine weitere Gefahr für den Feldhasen ist der Straßenverkehr. Nach DJV-Erhebungen fallen mehr als ein Viertel aller Hasen in der Jagdstatistik dem Verkehr zum Opfer.

Durch den Rückgang vielfältiger Brachflächen, unter anderem bedingt durch den Wegfall von Subventionen, wird die Feldhasen-Population weiter belastet. Dr. Böhning fordert daher: „Für Feldhase und Co. brauchen wir mehr produktionsintegrierte Maßnahmen in der landwirtschaftlichen Fläche, etwa Blühstreifen mit Wildkräutern.“ Außerdem müssten ökologische Maßnahmen für die Landwirte attraktiver gestaltet werden. Hier sieht Dr. Böhning die Politik in der Pflicht.

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