Kampfansage gegen Borkenkäfer

Über Schonzeit-Aufhebungen im bayerischen Staatsforst lässt sich streiten. Dass Bayerns Forstministerin zugleich kräftig in die Borkenkäfer-Bekämpfung investiert, ärgert allenfalls die Anhänger der Lehre, dass die Natur auch das Käfer-Problem ganz von allein regelt.

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber mit Waldbesitzer-Präsident Josef Ziegler

Foto: StMELF_Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber mit 

Waldbesitzer-Präsident Josef Ziegler

Bis zu vier Euro Zuschuss pro Festmeter von der Staatsregierung bekommen Waldbesitzer, die ihr Käferholz nach dem Extrem-Sommer und den winterlichen Schneebruch-Kalamitäten nun zügig aufarbeiten. Außerdem gibt es Finanzhilfen für die Anlage waldferner Lagerplätze.

Ministerin Michaela Kaniber: „Viele Fichtenwälder sind durch Trockenheit und Stürme der letzten Jahre so geschwächt, dass auch heuer wieder eine Massenvermehrung des Schädlings in Bayern droht.“ Deshalb sei eine effiziente und schnelle Bekämpfung durch die Waldbesitzer ist in den nächsten Monaten unverzichtbar.

Klar ist: Nicht nur im Privatwald, sondern auch in den Staatsforsten sind Fichte (und regional Kiefer) der Brotbaum für den Holzverkauf. Da liegt es nahe auch in den benachbarten Gebieten konsequente Käferbekämpfung und Vorsorge zu betreiben. Sonst wird die Schalenwildreduktion endgültig zur Farce.

Frau Kaniber ist gelernte Steuerfachfrau und hat womöglich deshalb rasch erkannt, dass der Wald auch finanzielle Erträge bringen muss, um allgemeine Akzeptanz zu finden. Das war auch in Bayern nicht immer so – und ist es in einigen anderen Bundesländern bis heute nicht. So wahr Hirsch und Gams nicht an den Klima-Kapriolen schuld sind.

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