Kopf einziehen! Bussarde verteidigen ihr Revier

Nähern sich Jogger oder Radfahrer unbewusst einem Nest, drohen ihnen Überraschungsangriffe aus der Luft.

Bussard

Foto: Michael Albrecht

Joggern und Radfahrern droht derzeit wieder eine besondere Gefahr aus der Luft: Zur Brutzeit der Bussarde sorgen auch in diesem Jahr Vorfälle für Schlagzeilen, bei denen die Vögel ihr Revier gegen vermeintliche Eindringliche auf aggressive Weise verteidigen. Im nordrhein-westfälischen Sankt Augustin erlitt jetzt ein 43-jährige Mann Verletzungen am Kopf.

Wie der Express berichtete, wurde der Jogger Roland Schäfer aus heiterem Himmel von hinten attackiert. „Es hörte sich an, als würde mir ein Ast auf den Kopf fallen“, sagte das Bussard-Opfer gegenüber der Zeitung. Der Vogel sei augenblicklich wieder verschwunden, habe aber mehrere Kratzer und eine blutende Wunde an Schäfers Kopf hinterlassen. Ein vorbeikommender Busfahrer leistete dem Verletzten Erste Hilfe und nahm ihn mit.

Mit der Vermutung, dass sein rotes T-Shirt etwas mit der Attacke zu tun haben könnte, liegt Jogger Schäfer nicht falsch: Grelle Farben würden den Impuls zur Verteidigung von Nachwuchs und Revier bei den Bussarden noch verstärken, sagte Greifvogelexperte Karl Fischer dem Express. Wenn man wisse, wo sich ein Nest befinde, solle man lieber für einige Zeit einen Umweg machen. Da sich die Vögel immer auf den höchsten Punkt ihres Opfers stürzen, ist es nach Ansicht von Fachleuten im Fall eines Angriffs hilfreich, sich beispielsweise einen Stock oder eine Tasche über den Kopf zu halten (wir berichteten). Roland Schäfer scherzte dem Bericht zufolge, er wolle „demnächst nur noch mit Helm joggen“.

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