Krankes Schwarzwild: Hunde in tödlicher Gefahr

Der Landkreis Göttingen warnt Hundehalter und Jäger vor dem Kontakt mit Wildschweinen.

Wildschwein

Foto: Karl-Heinz Fritschek

Bei Schwarzwild im niedersächsischen Landkreis Göttingen ist die Aujeszkysche Krankheit nachgewiesen worden. Der Kreis veröffentlichte eine Warnung für Hundehalter, Jäger und andere Personen, die mit Wildschweinen in Berührung kommen können.

Die Virus-Erkrankung, von der insbesondere Schweine betroffen sind, ist für den Menschen völlig ungefährlich, das Fleisch von Haus- und Wildschweinen kann daher bedenkenlos verzehrt werden. Für Hunde und Katzen stellt die Krankheit allerdings eine tödliche Gefahr dar. Die Tiere können sich durch die Aufnahme von Blut oder den Verzehr von rohem Fleisch kranker Schweine infizieren.

Laut der Mitteilung des Landkreises erkranken Hunde wenige Tage nach der Infektion. Sie zeigen dabei oft extremen Juckreiz, scheuern und kratzen sich, belecken und beknabbern ihren Körper. Das Erkrankungsbild kann dem der Tollwut ähneln, die Krankheit wird daher bei Hunden auch als „Pseudowut“ bezeichnet. Zudem kann es zu Verhaltensänderungen, Verweigerung der Futteraufnahme oder Lähmungserscheinungen kommen. Da es keine Behandlungsmöglichkeiten für die Aujeszkysche Krankheit gibt, endet diese bei Hunden und Katzen stets tödlich.

Der Landkreis Göttingen weist Hundehalter darauf hin, Fleisch von Haus- und Wildschweinen nur vollständig durchgekocht zu verfüttern. Auch infizierte Wildschweine und Teile erlegter Tiere stellen eine Infektionsgefahr dar. Um mögliche Kontakte zu verhindern, sollten Hunde davon strikt ferngehalten und in Feld und Wald möglichst angeleint werden. Dies ist besonders wichtig, da Schwarzwild derzeit intensiv bejagt wird.

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