Laschet: Rücknahmen des Remmelschen Regelwerks

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident fordert neue Dialogkultur gegenüber dem ländlichen Raum beim Landesjägertag in Gütersloh.

Sein Kommen war eine kleine Überraschung. Aus der CDU hatte es noch am Freitag geheißen, Laschet würde es aufgrund der Koalitionsverhandlungen möglicherweise nicht zum Landesjägertag schaffen. Doch Jagdpräsident Ralph Müller-Schallenberg nutzte offenbar seinen guten und persönlichen Draht zum designierten Ministerpräsidenten, um ihn doch noch zu einem intensiven Kurzbesuch zu bewegen. Und so kündigte Armin Laschet eine umfassende Rücknahme des Remmelschen Regelwerks an. Somit können die Jäger in Nordrhein-Westfalen auf Anpassungen beim umstrittenen Landesjagdgesetz hoffen, welches schon mehrere Gerichte beschäftigt hat (wir berichteten). Zudem versprach Laschet eine neue Dialogkultur gegenüber dem gesamten ländlichen Raum, heißt es in einer Pressemitteilung des Jagdverbandes. Damit könnten die Jäger auch mehr in das Gesetzgebungsverfahren eingebunden werden.

„Jetzt besteht die Chance, zu einem modernen Jagdgesetz und zu weiteren neuen Gesetzen für den ländlichen Raum zu kommen – und zwar nicht gegen die Hauptbetroffenen, sondern mit ihnen. Wir arbeiten dafür, dass es weitergeht und wie es weitergeht“, betonte der Präsident des Landesjagdverbandes NRW Ralph-Müller Schallenberg ebenfalls auf der Veranstaltung. Seine Forderungen an ein modernes und zukunftsfähiges Landesjagdgesetz hatte der Landesjagdverband NRW bereits mit seiner „Volksinitiative für ein ideologiefreies, praxisgerechtes Jagdrecht in NRW“ benannt (wir berichteten). 

Mit rund 117.000 Unterschriften, und einer Volksinitiative, die sich zusammengetan hatte um dem umstrittenen NRW-Jagdgesetz auf demokratischem Wege entgegenzutreten, und Massendemonstrationen vor dem Düsseldorfer Landtag drückten Jäger unter der rot-grünen Landesregierung ihren Protest gegen Remmel aus (wir berichteten).

Auch Laschet übte in Gütersloh Kritik an der Politik des Landesumweltministers Johannes Remmel. Dieser habe mit seinem Landesjagdgesetz und den völlig „überdrehten“ Forderungen Waidmänner kollektiv ins das gesellschaftliche Abseits manövriert, schreibt die Neue Westfälische.

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