Luxemburg: Viel Aufwand, wenig Strecke

Ausgehend von Belgien droht die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest in das Großherzogtum. Bei einer groß angelegten Jagd im luxemburgischen Küntzig sollte deswegen das örtliche Schwarzwild scharf bejagt werden. Mit durchwachsenem Erfolg: 100 Jäger und 50 Treiber streckten nur fünf Wildschweine.

Wildschweine auf Trab

Symbolbild: Carol Scholz

Die Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wären für luxemburger Landwirte fatal: Bei einem Exportstopp von Schweinefleisch drohen den Haltern der rund 90.000 Zucht- und Hausschweine im Großherzogtum gravierende wirtschaftliche Folgen. Im Zuge der Seuchenprävention definierte die Regierung also eine „Zone blanche“, grenzend an Belgien, die frei von Schwarzwild sein soll. 

In ebenjener Zone wurde nun an mehreren Tagen intensiv gejagt, berichtet das Tageblatt Lëtzebuerg. Die rund 100 Jäger und 50 Treiber konnten zwar einige Wildschweine entdeckten, erlegten aber schließlich nur fünf Tiere – trotz Unterstützung durch das Militär, welches mit einer Drohne vorher die Felder absuchte. Laut der Sichtungen am Jagdtag befinden sich noch mindestens 20 ausgewachsene und zehn Jungtiere in dem Areal.

Immerhin: Die Verantwortlichen zeigen sich mit der Zusammenarbeit aller Beteiligten zufrieden – im Falle eines Ausbruchs der ASP wisse man nun, dass die Koordination klappe und man schnell reagieren könne.

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