Maislabyrinth äußert Abneigung gegen den Wolf

Das Maislabyrinth in Oettersdorf

Wenn Wölfe fliegen könnten, bekämen sie jetzt im thüringischen Saale-Orla-Kreis eine unmissverständliche Botschaft zu lesen: Eine Landwirtin aus der Gemeinde Oettersdorf hat ein Maislabyrinth so angelegt, dass aus der Luft auf dem Feld der Schriftzug „Wolf, nein danke“ zu erkennen ist.

Wie der Landesjagdverband (LJV) Thüringen mitteilt, gestaltet die Landwirtin das Labyrinth jährlich neu und wechselt die Motive. Da sie seit knapp zwei Jahren Jägerin ist, lag für sie bei der diesjährigen Motivsuche ein Thema nahe: „In Anbetracht der Tatsache, dass der Wolf in Zukunft sicherlich weiterhin die Gemüter erhitzt und dieses Thema Jäger wie Landwirte noch mehr verbinden wird, habe ich als Motiv den Wolf gewählt“, erklärte die Frau gegenüber dem LJV. Der Schriftzug solle ausdrücken, dass die meisten Landwirte und Jäger nicht glücklich über die Wiederansiedlung des Wolfes seien.

Mit der Aktion wolle sie die Menschen zum Nachdenken bewegen: „Da wir ja mit unserem Maislabyrinth überwiegend Familien ansprechen, ist hier eine optimale Plattform gegeben, über die Probleme zu informieren und auch zu diskutieren, welche die Ankunft des Wolfes mit sich bringt.“ Im Gegensatz zu den sogenannten „Wolfskuschlern“ mit ihren aus der Luft gegriffenen Phrasen wolle sie dabei Fakten und Tatsachen in den Mittelpunkt stellen.

„Sicher polarisiert der Schriftzug sehr“, kommentierte LJV-Geschäftsführer Frank Herrmann die Aktion. Sie sei jedoch „ein Grund mehr, das Pro und Contra zur Thematik Wolf in einer Kulturlandschaft weiter zu diskutieren“ – um sowohl dem Rückkehrer Wolf als auch den Interessen der Landnutzer Akzeptanz zu sichern.

Das Oettersdorfer Maislabyrinth ist auch bei Facebook zu finden.

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