Mecklenburgs Biberpopulation gedeiht prächtig

Mit 460.000 Euro lassen sich die durch Biber verursachten Schäden allein im Jahr 2018 beziffern.

Von einem Biber gefällter Baum

Foto: Michael Schwarzenberger

Biber

Foto: SteveRaubenstine

Fühlen sich Biber erst einmal heimisch, so vermehren sie sich nicht nur prächtig, sondern zeigen sich auch bei der Umgestaltung ihres Lebensraumes äußerst fleißig.

Allein 2018 wurden dem Landesverband der Wasser- und Bodenverbände Mecklenburgs rund 1.100 durch Biber verursachte Problemstellen wie Überschwemmung von landwirtschaftlichen Nutzflächen, Wegen, Straßen und Bahntrassen durch den Anstau von Gräben und Bächen sowie Schädigung wichtiger Hochwasserschutzanlagen gemeldet.

Zur Beseitigung der Schäden entstanden Kosten in Höhe von circa 460.000 Euro. 2014 waren es etwa 700 Problemstellen mit einem Schadensvolumen von rund 50.000 Euro.

Im Konfliktfall sind zukünftig verschiedene Maßnahmen wie der Einbau von Dammdrainagen („Bibertäuscher“), Rückbau (auf definierte Höhen) oder Abtrag von Biberdämmen, Einsatz von Verbissschutzmitteln, Zäunung gefährdeter (Forst-)Kulturen, Anlage/Förderung von Gewässerrandstreifen mit Weichhölzern, Einbau von grabesicheren Materialien in Deichen/Dämmen und in Einzelfällen Vergrämung oder Entnahme von Bibern geplant.

Laut der letzten Biber-Revierkartierung, 2013 bis 2015, wurde der Gesamtbestand des Bibers in Mecklenburg-Vorpommern auf 2.300 Tiere geschätzt. 2010/2011 waren es lediglich 1.700.

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