Mehrere Brandanschläge auf Hochsitze

Einer der betroffenen Jäger hat es satt: Nachdem erneut sein Hochstand zerstört wurde, lobt er eine Belohnung aus.

Verbranntes Holz

Symbolbild

Und wieder brennen Hochsitze: Gleich mehrere Fälle von Sachbeschädigung beschäftigen aktuell die Polizeibeamten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Im Landkreis Trier-Saarburg haben Unbekannte nach Angaben von volksfreund.de mehrere Hochsitze zerstört und angezündet. Die Polizei sucht nach Zeugen. An den Tatorten wurden Spuren eines Mofas oder Motorrades gefunden, die vom Täter stammen könnten. Die Taten ereigneten sich zwischen dem 9. und 14. Februar in einem Waldstück zwischen Mannebach und Tawern; dort wurden zwei Hochsitze umgeworfen und beschädigt. Am 11. Februar steckte zudem ein bislang unbekannter Täter zwischen Pellingen und Lampaden einen Hochsitz in Brand. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen.

Auch im nordrhein-westfälischen Rommerskirchen haben Unbekannte versucht, eine Kanzel anzuzünden. Dies gelang ihnen jedoch laut einem Bericht von rp-online.de nicht – dafür zertrümmerten sie den selbstgebauten mobilen Hochstand. Jäger Bernd Klug, dem der Hochstand gehört, hat es satt: Er ist nicht zum ersten Mal Opfer einer Sachbeschädigung geworden. „In den letzten drei bis vier Jahren hat es schon drei Fälle gegeben“, sagte Klug gegenüber der Zeitung. Das Ziel der Angriffe war immer die fahrbare Eigenkonstruktion, die Klug von einem Jagdkollegen übernommen hat.

Im aktuellen Fall musste der Täter zunächst die Tür aufbrechen. Dann hatte er offenbar versucht, die Kanzel mit einer Decke, die sich im Inneren befand, in Brand zu stecken. Doch diese bestand aus einem schwer entflammbaren Material – wahrscheinlich frustrierte die misslungene Brandstiftung den Täter so sehr, dass er daraufhin die Wände der Kanzel herausbrach, das Dach zum Einsturz brachte und auf den Holzboden eintrat. Nun steht von Bernd Klugs Unterschlupf, den er hauptsächlich zum Ansitz auf Wildschweine nutzte, nur noch ein Gerippe.

Als er das Bild der Zerstörung entdeckte, alarmierte Klug die Polizei, die nun wegen Sachbeschädigung ermittelt. Um die Chancen zu erhöhen, dass die Täter geschnappt werden, hat er zudem eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung der Täter führen. Der Jäger hält es für möglich, dass der oder die Täter aus dem Milieu der Jagdgegner stammen könnten. Bis dahin kümmert sich der Berufstätige darum, in seiner Freizeit die Trümmer zu entsorgen und einen Ersatz für die selbstgebaute Kanzel zu finden.

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