Minister: Wolfsjagd geht weiter

Wochenlang haben Wolfsfreunde die Jagd auf den Pinneberger Problemwolf Ausgebremst. Nun wird klar: Umweltminister Jan Philipp Albrecht ist nicht aufzuhalten. Er verlängert die Jagdzeit über den 28. Februar hinaus.

Wolf mit Fraß

Foto: InsaPictures

Zugleich kündigte Albrecht an, dass die Jagd gegebenenfalls verschärft wird. Mit mehr Schützen und einem erweiterten Jagdgebiet. Nachdem der Rechtsweg erstmal ausgeschöpft ist, haben Kritiker des Grünen-Ministers und seiner Raubtierpolitik momentan keine weiteren legalen Möglichkeiten den „Schießbefehl“ (Wortwahl von Wolfsschützern) zu stoppen.

Möglicherweise kein Zufall: Mit der Bekanntgabe, dass die Wolfsjagd weiter geht, hat das Albrecht-Ministerium auch vorgerechnet, was der Wolf in Schleswig-Holstein die Steuerzahler so kostet. Letztes Jahr knapp eine halbe Million Euro, in diesem Jahr werden es 1,1 Millionen sein – rund das Vierfache der Kosten im Jahr 2016.

Der laufende Meter Wolfszaun kostet das Land zwei Euro, dafür gingen letztes Jahr rund 250.000 Euro drauf. 43.600 Euro kosteten die DNA-Untersuchungen nach Nutztierrissen. Für den Einzelnachweis, der nötig ist, um den Riss einem bestimmten Wolf zuzuordnen, verlangt das Senckenberg-Referenzlabor 214 Euro.

Solche Kosten stehen, nebenbei bemerkt, in Relation zu allenfalls sechs Wölfen im nördlichsten Bundesland, zwei davon als standorttreu nachgewiesen. Und bald womöglich nur noch einer, wenn der Abschuss des Pinneberger Rüden doch noch gelingen sollte.

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