Symbolbild

Mutmaßliche Jagdgegner hinterlassen Spur der Verwüstung

Im nordrhein-westfälischen Aachen-Hitfeld wurden jüngst auf professionelle Art und Weise sechs Hochsitze zerstört. Ein ausgedienter Bauwagen wurde zudem durch einen Brandsatz beschädigt. Nach Informationen der Aachener Zeitung wird der entstandene Schaden auf etwa 5.000 Euro geschätzt. Die Jagdpächter der Region zeigen sich erschüttert ob des neuerlichen Angriffs auf die Jagd. Bereits in den vergangenen Wochen hatte es in Aachener Stadteilen wiederholt Anschläge auf Hochsitze gegeben.

 Jagdpächter Norbert Sundarp zeigt sich geschockt aufgrund der Professionalität, mit der die Täter vorgehen. Neben den zerstörten Hochsitzen, egal ob die Verankerungen aus Holz oder aus Stahl bestanden, waren ausschließlich glatte Schnitte zu sehen. Diese zeugen davon, dass die Täter vorbereitet waren und genau wussten, welches Werkzeug sie benötigten. Auch gut versteckte Bodensitze wurden Opfer der Chaoten. Sundarp ist sich daher sicher: „Wer das getan hat, muss die Örtlichkeiten sorgfältig ausbaldowert haben.“

Sundarp stellte sofort nach der Entdeckung Strafanzeige bei der Polizei. Diese hat nach Informationen der Aachener Zeitung inzwischen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Auch wenn es bisher keine konkreten Hinweise auf die Täter gebe, so hat Sundarp schon eine bestimmte Vermutung: Er vermutet die Täter im Bereich der militanten Jagdgegner. Deren Verhalten sei völlig widersinnig, denn die Hochsitze hätten Fledermausklappen (Anm. Fledermausklappen oder auch Fledermausschutzkästen sind Kästen, in denen Fledermäuse geschützt vor ihren natürlichen Feinden sind und sich warm halten können) und diese würden von den geschützten Tieren auch zahlreich genutzt, erklärt Sundarp. Auch der beschädigte Bauwagen sei die Heimat von artengeschützten Nagetieren gewesen. Als Jagdsitz sei er auch schon lange nicht mehr genutzt worden. Ebenfalls wurden durch die Täter einige Drahtbegrenzungen von Wiesen gekappt, auf denen Pferde weiden. Die Tiere hätten somit leicht auf die Straße laufen und somit im schlimmsten Fall einen Verkehrsunfall verursachen können. „Nicht auszudenken, was da hätte passieren können“, sagt Norbert Sundarp.

 Für den zunehmenden Vandalismus und die Straftaten, die sich gegen Jäger richten, sieht Sundarp auch eine Mitverantwortung bei der rot-grünen Landesregierung, insbesondere beim zuständigen Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) und dem neuen Jagdgesetz. „Das hat die Stimmung gegen die Jagd und die Jäger als vermeintliche Tiermörder noch einmal richtig angeheizt“, sagt Sundarp.

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