NABU-Turbulenzen wegen Wolfsentnahme

Das stellt die Vorurteile über schießwütige Jäger auf eine harte Probe: Die Suche nach Erfüllungsgehilfen zum Abschuss von Problemwölfen gestaltet sich offenbar schwierig. Dafür bekommt der Nabu Probleme mit der Basis und der Tierrechtler-Konkurrenz.

Zwei Wölfe

Foto: Dieter Hopf

Wer's nicht glaubt soll die Leser-Kommentare auf unseren Seiten nachlesen: Die allermeisten User sind strikt gegen eine Jäger-Beteiligung bei der Problemwolf-Entnahme. Sie verlangen aus gutem Grund: Vorher muss die Politik klare Rechtsverhältnisse schaffen, auch zum strafrechtlichen Umgang mit der Mord-Hetze im Internet.

Auch klar: Während einige NABU-Hauptamtliche offenbar eingesehen haben, dass der kompromisslose Widerstand gegen Wolfsentnahmen beim breiten Publikum in den betroffenen Regionen zunehmend für Kopfschütteln sorgt, ist ein Teil der NABU-Basis aus dem Häuschen, wenn ihren Oberen – wie in Kiel und Hannover – vorsichtig Zustimmung signalisieren.

Es gibt offene Protest-Briefe, zum Beispiel von der NABU-Kreisgruppe Lüneburg. Und es gibt – vor allem – mächtig Druck von Konkurrenzvereinen wie dem „Wolfsschutz Deutschland“, der selbst Mischlinge und entflohene Gehege-Wölfe um nahezu jeden Preis schützen will. Dass der Rückhalt für solche Positionen in der Politik dramatisch schwindet, zeigen die Hass-Kommentare gegen Minister von SPD und Grünen, die aufgehört haben, nach jedem Nutztierriss noch höhere Zäune und noch mehr Herdenschutzhunde zu verlangen.

Wer glaubt, dass die Hetze gegen Jäger mit der wachsenden Vernunft in der Politik nachlässt, irrt gewaltig: Je näher Abschüsse in Schleswig-Holstein und Niedersachsen rücken, desto mehr häufen sich die Beleidigungen – oft verbunden mit der Ansage, Jägern den Tod zu wünschen. Auch das trägt dazu bei, dass die Suche nach Entnahme-Gehilfen wohl sehr schwierig geworden ist.

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