Goldschakal

Goldschakal, Foto: Artemy_Voikhansky / www.wikipedia.org

Nach Goldschakal-Abschuss: Tierschützer stellen Strafanzeige

Im schweizerischen Kanton Schwyz hat ein Wildhüter einen stark abgemagerten Goldschakal erlöst. Der Mann sei zunächst davon ausgegangen, dass es sich um einen Fuchs handele, da Goldschakale in der Zentralschweiz bisher nicht gesichtet wurden. Die Tierschutzorganisation „Wild beim Wild“ hat jetzt Strafanzeige gegen das Umweltamt Schwyz wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Das berichten BauernZeitung Online und 20minuten.

Erst nach dem Abschuss habe sich eindeutig gezeigt, dass es sich bei dem geschwächten Tier um einen Goldschakal handelte, heißt es weiter. „Der Wildhüter hat richtig reagiert. Das Tier war völlig abgemagert und nicht mehr imstande sich zu bewegen“, stärkt Amtsvorsteher Thomas Fuchs dem Wildhüter den Rücken.

Nach Ansicht der Tierschützer hätte der Wildhüter hingegen das Tier gemäß Tierschutzgesetz der Natur überlassen oder Erste Hilfe leisten müssen, berichten die Online-Magazine. Außerdem habe er das Tier vor dem Abschuss nicht identifiziert und so gegen das Jagd- und Schutzgesetz des Bundes verstoßen, laut dem eine Bewilligung für den Abschuss geschützter Tiere hätte vorliegen müssen.

Ursprünglich stammt der Goldschakal aus dem Nahen Osten. Seit Jahren verbreitet er sich aber immer weiter Richtung Westen. In der Schweiz konnte das Tier bisher nur in der Nordwestschweiz und in Graubünden nachgewiesen werden.

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