Nein zu Wildhütern – Ja zur Jagd

Die Kantonsregierung im schweizerischen Zürich weist das Anliegen einer Volksinitiative zurück.

Jäger

Foto: www.istockphoto.com / urbancow

Bei der Jagd soll im schweizerischen Kanton Zürich alles beim Bewährten bleiben. Die Kantonsregierung will der Volksinitiative „Wildhüter statt Jäger“ eine klare Absage erteilen. Zur Begründung verwies der Regierungsrat „auf das gute Funktionieren der Jagd in den heutigen Jagdrevieren und den hohen Sachverstand der Jagenden“.

Laut einer Pressemitteilung sieht die Regierung des Kantons keinen Vorteil darin, die bewährte Milizjagd zu verbieten und die Wildhut an staatlich besoldete Wildhüter zu übertragen. Ohne den Sachverstand der Jäger seien hohe Kosten für die Steuerzahler sowie Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen und im Wald zu befürchten. Daher beantrage die Regierung beim Kantonsrat – dem Parlament des Kantons Zürich –, die Volksinitiative „Wildhüter statt Jäger“ ohne Gegenvorschlag abzulehnen.

„Die traditionelle Milizjagd durch gut ausgebildete Jägerinnen und Jäger zur Regulierung der Wildtierbestände bewährt sich seit Jahrzehnten im Kanton Zürich“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Volksinitiative wolle die Jagd jedoch verbieten und die Entwicklung der Wildtierbestände in einer durch Land- und Forstwirtschaft sowie Erholungssuchende genutzten Kulturlandschaft weitgehend sich selbst überlassen. Dieses Vorhaben lehne der Regierungsrat ab. Wegen der mangelnden Wirksamkeit einer rein staatlichen Wildhut seien immense Schäden in Land- und Forstwirtschaft sowie Kosten zwischen 20 und 30 Millionen Franken (17 bis 25 Millionen Euro) zu befürchten.

Zur Begründung schreibt der Regierungsrat weiter, die Jagd sei dazu da, „die biologischen Bedürfnisse der Wildtiere und die Ansprüche des Menschen in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft miteinander in Einklang zu bringen“. Die jagdliche Regulierung der Wildbestände und das Eingreifen bei kranken und verletzten Wildtieren seien in einer vom Menschen genutzten Landschaft zwingend notwendig und wissenschaftlich anerkannt. Würden die Reh-, Hirsch- und Wildschweinbestände im Kanton Zürich nicht mehr reguliert, stiegen diese unkontrolliert an und die vorhandene Lebensraumkapazität wäre schnell deutlich überschritten. Dies würde dem Regierungsrat zufolge nicht nur ein massives Einzäunen von landwirtschaftlichen Kulturen und Jungwäldern erfordern. Die hohe Wilddichte ließe auch das Risiko von Unfällen mit Wildtieren im Straßenverkehr ansteigen.

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