Neuer Übertragungsweg der ASP entdeckt

Afrikanische Schweinepest auch über kontaminiertes Futter übertragbar.

Schweine am Trog

Foto: matildanilsson

Einem Bericht von „agrarheute“ zufolge haben US-amerikanische Forscher der Universität Kansas nachgewiesen, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) auch über die Aufnahme von Futtermittel übertragen werden kann. Die aktuelle Studie zeigt, dass bereits eine geringe Virusmenge ausreiche, um das ASP-Virus durch den Verzehr von kontaminierten Flüssigkeiten zu übertragen. Bei kontaminiertem Futter sei eine höhere Viruskonzentration nötig, um denselben Effekt zu erzielen. Das Risiko der Infektion erhöhe sich jedoch entsprechend der Häufigkeit der Aufnahme des kontaminierten Futters.

Des Weiteren konnte in einem „simulierten Überseetransport“ nachgewiesen werden, dass das Virus in Futtermitteln eine solche Passage überlebt. Weitere Forschungen sollen nun zeigen, wie man das Virus im Futter, beispielsweise durch den Zusatz chemischer Stoffe, Lagerzeiten, Wärmebehandlung oder ähnlichem unschädlich machen kann.

Dass die ASP auch weiterhin eine ernste Bedrohung darstellt, belegen aktuelle ASP-Fälle in Asien und Europa. In China seien mittlerweile 27 Provinzen betroffen, in denen nach 108 bestätigten Infektionsfällen 950.000 Schweine starben, respektive getötet werden mussten.

Relevant auch für Deutschland sind weiterhin neu gemeldete Fälle von infizierten Wildschweinen in Belgien. Der letzte Fund wurde im belgischen Dorf Differt (Gemeinde Messancy) bestätigt – nur drei Kilometer von der luxemburgischen Grenze entfernt.

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