Neues Gesetz entlastet Jäger bei Wildschäden

Im Schweizer Kanton Solothurn muss die Jägerschaft künftig bei Schwarzwild-Schäden statt 50 nur noch 35 Prozent der Kosten tragen.

Carol Scholz - Wildschweine

Foto: Carol Scholz

Entlastung für die Jäger im Schweizer Kanton Solothurn: Für Schäden, die durch Wildschweine angerichtet werden, müssen sie künftig statt 50 nur noch 35 Prozent der Kosten zahlen. Dies schreibt das neue Jagdgesetz vor, dem der Kantonsrat laut srf.ch jetzt zugestimmt hat.

Dem Bericht zufolge hatte sich eine Jagdgesellschaft aus dem Kanton kürzlich sogar vor dem Bundesgericht dagegen gewehrt, für Wildschwein-Schäden finanziell aufkommen zu müssen. Das Gericht gab den Jägern zwar nicht recht, da sie den Tier-Bestand selbst regulieren und so die Höhe der Schäden beeinflussen könnten. Dem neuen Jagdgesetz des Kantons ist es jedoch zu verdanken, dass die Belastungen für die Jägerschaft künftig weniger stark ausfallen. Neben der Verpflichtung, nur noch 35 Prozent der Schäden zahlen zu müssen, definiert das Gesetz auch eine Obergrenze: Der Betrag, den Jagdgesellschaften für Schwarzwild-Schäden zahlen müssen, darf nicht höher sein als der Jahrespachtzins der jeweiligen Gesellschaft.

Der Kantonrat votierte laut dem Bericht deutlich für die Novelle des 28 Jahre alten Jagdgesetzes. Für die „Totalrevision“ gab es 94 Ja-Stimmen bei 0 Nein-Stimmen und vier Enthaltungen. Neben der Neuregelung zu den Wildschwein-Schäden enthält das Gesetz unter anderem Regelungen zur revierübergreifenden Jagd- und Abschussplanung für Rothirsche oder Gämsen.

Derzeit wird in mehreren Kantonen in der Schweiz und auch in Österreich das Jagdrecht erneuert. Einen Überblick finden Sie hier.

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