Niedersachsen: Neues Jagdgesetz „nach der Sommerpause“

Durch die Gesetzesnovelle soll das Schalldämpfer-Verbot entfallen, eine Einzelfallprüfung künftig jedoch vorgeschrieben sein.

Schalldämpfer

Jägerinnen und Jäger aus Niedersachsen dürfen offenbar schon in Kürze auf die Nutzung von Schalldämpfern bei der Ausübung der Jagd hoffen. Aus dem Landwirtschaftsministerium in Hannover hieß es jetzt, mit einer entsprechenden Änderung des Landesjagdgesetzes sei „voraussichtlich nach der Sommerpause“ zu rechnen. Durch die Gesetzesnovelle soll das Schalldämpfer-Verbot kippen, allerdings ohne dass ein „generelles Bedürfnis“ für Jäger anerkannt wird.

Outfox-World-Leser Thomas Dikomey, der sich bei Ministerpräsident Stephan Weil schon Ende 2017 schriftlich nach dem Stand der Dinge erkundigt hatte, erhielt jetzt eine konkrete Auskunft aus dem für Jagd zuständigen Referat: Mit der angekündigten Gesetzesänderung sei voraussichtlich nach der Sommerpause zu rechnen, exakt genannt wurden die Monate August/September.

Dikomey erfuhr bereits im vergangenen Dezember aus dem Fachreferat, dass die Aufhebung des Schalldämpferverbots von der neuen rot-schwarzen Landesregierung angepeilt werde. Sowohl für Berufs- als auch für Freizeitjäger bleibe es aber im Falle der Aufhebung bei einer „restriktiven Bedürfnisprüfung im Einzelfall“, die durch die Waffenbehörde vorgenommen werden müsse. Ein generelles Bedürfnis für Jäger solle nicht anerkannt werden. „Nur wenn hinreichend konkret dargelegt wird, dass die Alternativen zum Schalldämpfer im Einzelfall nicht in Betracht kommen, kann grundsätzlich das Bedürfnis für einen Schalldämpfer bejaht werden“, hieß es weiter in dem Schreiben.

Mehr zur Verwendung von Schalldämpfern lesen Sie hier:
Moderne Technik bei der Jagd (II): Schalldämpfer

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