Wolf

Nutztierrisse: Nun fordert selbst der NABU mehr Geld für Entschädigungen

Zahlreiche Landwirte und Schäfer waren in letzter Zeit von Nutztierrissen durch den Wolf betroffen. Eine Entschädigungssumme wird bei einem nachgewiesenen Wolfsriss zwar bezahlt, diese ist jedoch in vielen Fällen nicht hoch genug, um die entstandenen Kosten zu decken. Die Forderung nach höheren und schneller gezahlten Entschädigungszahlungen ist nicht neu. Jetzt hat auch der Naturschutzbund (NABU) eingesehen, dass es beim Thema Wolf nicht so weitergehen kann. Wie der Focus berichtet, verlangt der NABU vom Land Sachsen-Anhalt mehr Geld für geschädigte Tierhalter.

Der NABU begründet die Forderung dem Bericht zufolge damit, dass die Wölfe sich schneller als erwartet ausbreiteten. Landesgeschäftsführerin Annette Leipelt prophezeit: „Solche Zwischenfälle werden zunehmen.“ Neben höheren Entschädigungszahlungen sei außerdem eine professionelle Beobachtung und Kontrolle notwendig. Dabei reiche es nicht aus, sich langfristig auf ehrenamtliches Wolfs-Monitoring zu verlassen, welches unter anderem von den Jägern durchgeführt wird.

Der nötige finanzielle Aufwand der Nutztierhalter beschränkt sich nicht nur darauf, gerissene Tiere zu ersetzen. Auch neue Schutzmaßnahmen müssen finanziert werden. In vielen Fällen sind die verbliebenen Tiere außerdem extremem Stress ausgesetzt und verhalten sich auch Tage nach dem Angriff noch apathisch. Auf diesen schwer zu beziffernden Kosten bleiben die Tierhalter jedoch sitzen. Ob sich dies nun durch die Forderung des NABU in Sachsen-Anhalt ändert, bleibt abzuwarten.

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