Österreich: Jäger darf Kurzwaffe tragen

Nach drei Jahren hat der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) in Wien eine Entscheidung getroffen: Einem Jäger wurde die Genehmigung erteilt, eine Kurzwaffe bei der Nachsuche zu tragen.

Kurzwaffe

Symbolbild: PDPhotos

Jahrelang setzten sich österreichische Jäger dafür ein, einen Waffenpass zu erhalten. Der Wiener Anwalt und Waffenrechts-Experte Raoul Wagner konnte jetzt ein Urteil zugunsten der Jagdaufseher in der Jägerschaft erzielen. Er hatte Beschwerde eingereicht im Fall eines Hollabrunner Jagdaufsehers. Wie der Kurier berichtet, wurde diesem der Waffenpass durch die Bezirkshauptmannschaft, also die allgemeine Verwaltungsbehörde in Österreich, verweigert. Der VwGH stimmte der Beschwerde des Jagdaufsehers jetzt zu.

Angesichts drohender Gefahren bei der Begegnung mit Wildschweinen wollte der Jäger für seine Sicherheit vorsorgen. Er beantragte einen Waffenpass, um bei der Nachsuche eine Kurzwaffe bei sich tragen zu dürfen. „Im unwegsamen Gelände und Dickicht, in das sich das verwundete Wild meist zurückzieht, kann man mit einem langen Gewehr nicht agieren", bestärkte ein Sprecher des niederösterreichischen Landesjagdverbands die Notwendigkeit.

„Das Urteil ist deshalb richtungsweisend, weil darin ausgeführt ist, dass das Österreichische Waffengesetz als Bundesgesetz die Landesjagdgesetze zu berücksichtigen hat", wird Raoul Wagner zitiert. Auch für weitere Waffenbestimmungen sei dies interessant, wie etwa bei der Genehmigung von Schalldämpfern. Erst kürzlich wurde angekündigt, dass diese durch das neue Kärntner Jagdgesetz erlaubt werden sollen (wir berichteten). „Maßnahmen, die zur Sicherheit bei der Jagd beitragen, werden begrüßt“, heißt es vom Land. Künftige Anträge auf Waffenpässe würden jetzt im Lichte dieser Entscheidung behandelt, berichtet der Österreichische Rundfunk.

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