Österreich: Privatanklage gegen Jagdfunktionär

Hochsitz

Er hat es schon wieder getan - einmal mehr ist Martin Balluch (wir berichteten) vor Gericht gezogen. Anlass der jüngsten Privatanklage des österreichischen Tierrechtlers ist ein Disput, der über Facebook ausgetragen wurde. Von Dieter Nagl, seines Zeichens Mitglied des Öffentlichkeitsausschusses des niederösterreichischen Landesjagdverbands, fühlt sich der Tieraktivist beleidigt und verleumdet. In einem Posting in einer Facebookgruppe hatte Nagl ihn als „Abschaum“ bezeichnet und behauptet, er würde Jagdeinrichtungen zerstören.

 „Jemand der jagdliche Einrichtungen zerstört, der gesetzlich erlaubte Jagden behindert, den bezeichne ich als Jagdsaboteur“, untermauerte Nagl via Facebook seine Vorwürfe gegenüber Balluch, der dem „Verein gegen Tierfabriken“ (VGT) vorsteht. Der Anwalt des Klägers fordere nun 20.000,- € von ihm, „wegen Kränkung und Behinderung des beruflichen Fortkommens", schreibt Nagl.

Balluchs neueste Klage wird sowohl in verschiedenen Facebookgruppen als auch in der Kommentarspalte von dessen Blog kritisch und emotional diskutiert. Während einige die Privatanklage als völlig überzogen bezeichnen, halten andere diese für berechtigt. Balluch ist ein in Österreich bekannter Tierschutzaktivist, er hält international Vorträge zu den Themen Tierethik und Aktivismus. Seit Jahren fällt er immer wieder durch Klagen vor allem gegen Jäger auf. Außerdem versuchte er im Jahr 2007 erfolglos, einen Schimpansen mit dem Namen Mathias Pan zur Rechtsperson erklären zu lassen.

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