Peta schimpft Grüne

Während der Bundesfinanzhof den Kapitalismuskritikern von Attac die Gemeinnützigkeit abspricht, vergrätzt Peta die letzten politischen Verbündeten. Ausgerechnet wegen der Jäger-Aktion „Fellwechsel“, die auch Grünen-Politiker gut finden.

Felle von Fuchs und Waschbär

Foto: mlz

Während der Bundesfinanzhof den Kapitalismuskritikern von Attac die Gemeinnützigkeit abspricht, vergrätzt Peta die letzten politischen Verbündeten. Ausgerechnet wegen der Jäger-Aktion „Fellwechsel“, die auch Grünen-Politiker gut finden.

Im politischen Raum werden die Forderungen immer lauter, die Gemeinnützigkeit von Peta zu überprüfen. Nun gibt das Attac-Urteil des Bundesfinanzhofs solchen Bestrebungen Auftrieb. Und jetzt das: Peta geht auf die Umweltministerin von Sachsen-Anhalt los, weil diese ein Jäger-Projekt unterstützt.

Ministerin Dr. Claudia Dalbert von den Grünen hat 100.000 Euro Haushaltsmittel für „Fellwechsel“ bereitgestellt. Zur Anschaffung von 40 Gefriertruhen und vier Kühlcontainern für die „Vermarktung jagdlicher Erzeugnisse“.

Zumal es dabei um die Aktion Fellwechsel geht, mit der die Jägerschaft für das Tragen von Pelz aus heimischer Jagd fördert, musste die Tierrechtler-Organisation wohl aus der Haut fahren: Dort ist sogar Kunstpelz geächtet, weil sich die Träger damit nicht ausreichend vom Tieretöten distanzieren.

Peta-Kommentar zum Tun der Ministerin: „Dass in Sachsen-Anhalt ausgerechnet einem Pelz-Vermarktungsunternehmen durch Steuergelder finanzierte Sachmittel zur Nutzung überlassen werden und eine Grüne Ministerin das Töten und Häuten eines Tieres für Bekleidung als Tierschutzmaßnahme bezeichnet, ist zutiefst erschütternd.“

Als Psychologie-Professorin hätte Frau Dalbert womöglich ahnen können, dass Argumente in diesem Fall zwecklos sind. Sie versuchte es trotzdem, warb für die Notwenigkeit der Jagd auf Pelztiere wie Fuchs und Waschbär. Und sie bekannte sich zur Jagd: „Das Staatsziel Tierschutz gilt im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung. Zu dieser zählen gleichwohl auch die Grundrechte der Jägerinnen und Jäger aus Artikel 14 und Artikel 11 GG.“

Zu allem Überfluss nannte die mutige Frau Fell und Leder sogar „eine natürlich nachwachsende wertvolle Ressource“ und erinnerte daran, dass bedrohte Tierarten wie etwa die Großtrappe ohne Bejagung von Beutegreifern wohl nicht zu retten wären. Peta ist, wie erwähnt, deswegen entsetzt. Wir empfehlen die Antwort der Ministerin zur aufmerksamen Lektüre:

Landwirtschaftsministerin Dalbert reagiert auf Kritik von Peta.

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