Pirmasens: Ermittlungen wegen Drückjagden eingestellt

Die Staatsanwaltschaft hat entschieden: Eine Jagdgenossenschaft und die von ihr beauftragte Firma haben nicht gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

Reh

Symbolbild: Simone Wolzenburg

Bei drei Drückjagden im rheinland-pfälzischen Pirmasens, die zu Jahresbeginn die Gemüter erhitzt hatten, haben weder die Jagdgenossenschaft noch die beauftragte Jagdfirma gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Wie der SWR berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Zweibrücken die Ermittlungen eingestellt.

Nach der letzten der insgesamt drei Jagden, die die von der Jagdgenossenschaft Windsberg beauftragte Jagdfirma im Winter veranstaltet hatte, waren Vorwürfe laut geworden, dass zu viel Wild geschossen worden sei (wir berichteten). Zwei Geschäftsführer der Firma erhielten daraufhin anonyme Morddrohungen. Im Hauptausschuss des Stadtrates hatte sogar der Fraktionssprecher der Grünen von einer „falschen Romantik“ der Jagdgegner gesprochen und beispielhaft auf das Rotwild verwiesen, bei dem eine Bestandsregulierung erforderlich sei (wir berichteten).

Dem SWR zufolge erklärte die Staatsanwaltschaft nun, es liege kein Anfangsverdacht für Straftaten vor, auch nicht für Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. In einer Stellungnahme für die Staatsanwaltschaft habe die Pirmasenser Stadtverwaltung keine Bedenken gegen die Drückjagden geäußert. Diese seien mit der Behörde abgestimmt gewesen und waidgerecht durchgeführt worden. 

Gänzlich eingestellt sind die Ermittlungen allerdings noch nicht: Die Staatsanwaltschaft prüft laut dem Bericht noch, ob einzelne Teilnehmer der Drückjagden Gesetzesverstöße begangen haben. Ein Sprecher des Pirmasenser Tierschutzvereins äußerte gegenüber dem SWR die Hoffnung, dass die Ermittlungen gegen einzelne Jäger noch „fruchten“.

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