Pirmasenser Drückjagden erhitzen weiter die Gemüter

Mit den Jagden, die sogar zu Morddrohungen geführt hatten, befassten sich jetzt die Stadträte.

Rehwild im Winter

Symbolbild: Horst Grasser

Im rheinland-pfälzischen Pirmasens hat sich der Hauptausschuss des Stadtrats mit den drei Drückjagden befasst, die nicht nur für Streit sorgten, sondern sogar anonyme Morddrohungen zur Folge hatten (wir berichteten). Wie die „Rheinpfalz“ berichtet, plädierte der zuständige Forstamtschef Theodor Ringeisen für die Bejagung von Rehen: Wenn die Verjüngung des Waldes funktionieren solle, müsse die Jagd erlaubt sein.

Den umstrittenen Drückjagden bescheinigte Ringeisen „einige Ungeschicklichkeiten“, aber keine Verstöße gegen Gesetze. Nach der letzten der insgesamt drei Jagden, die eine Jagdfirma veranstaltet hatte, waren von anderen Jägern Vorwürfe laut geworden, dass zu viel Wild geschossen worden sei. Zwei Geschäftsführer der Jagdfirma erhielten Drohbriefe. Laut „Rheinpfalz“ sagte Forstamtschef Ringeisen, die Höhe der Rehbestände habe ihn überrascht.

Stefanie Phillips, Ortsvorsteherin des Pirmasenser Stadtteils Windsberg, erklärte, insbesondere für Kinder sei an dem Platz, an dem die erlegten Rehe zu sehen gewesen seien, ein „schockierender“ Eindruck entstanden. Laut dem Zeitungsbericht entgegnete Forstamtschef Ringeisen, ordentlich ausgeführte Drückjagden würden dem Tierschutz gerecht. Der Grünen-Fraktionssprecher Hermann Schulze sprach von einer „falschen Romantik“ der Jagdgegner und verwies beispielhaft auf das Rotwild, bei dem der Mensch für eine Bestandsregulierung sorgen müsse.

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