Politiker stärken Jägern den Rücken

Im Züricher Kantonsrat ist die Volksinitiative „Wildhüter statt Jäger“ jetzt krachend gescheitert. Es gab keine einzige Stimme dafür – stattdessen reichlich Lob für die Jägerschaft.

Hochsitz

Symbolbild

Was für ein eindeutiges Ja zur Jagd: Mit 165 zu 0 Stimmen hat der Züricher Kantonsrat jetzt das Anliegen der Volksinitiative „Wildhüter statt Jäger“ abgeschmettert. Wie die Limmattaler Zeitung berichtete, wollten „Tierschutzkreise“ damit ein Ende der heutigen Hobby- und Milizjagd erreichen und diese durch ein Wildtiermanagement mit „professionell ausgebildeten Wildhütern“ und „natürlicher Regulierung des Tierbestandes“ ersetzen (wir berichteten).

Im Kantonsrat konnte diese Idee nun aber nicht einen einzigen Politiker überzeugen. Im Zeitungsbericht ist daher auch von einer „Klatsche für Tierschützer“ die Rede. Eine Sprecherin der Volksinitiative erklärte unter anderem, Jäger hätten viele Rechte und Freiheiten, aber kaum Pflichten. „Statt den Eigeninteressen der Jäger sollten das Tier und der Naturschutz im Fokus stehen“, sagte die Frau weiter. 

Vertreter verschiedener Parteien stärkten im Kantonsrat klar der Jägerschaft den Rücken. So wies Roger Liebi (SVP) laut dem Bericht darauf hin, dass die Jagd in den bestehenden Revieren dank der gut ausgebildeten Jäger und der engen Zusammenarbeit von Behörden, Verbänden sowie Land- und Forstwirtschaft gut funktioniere. Andreas Geistlich (FDP) bescheinigte den Jägern, sie sähen die Jagd als eine Berufung an und würden diese mit Sorgfalt und Respekt ausführen. Hans Egli (EDU) sagte, Jäger verfolgten beim Bejagen des Wildes einen hohen moralischen Anspruch. Die Jagd sei „jederzeit tierschutzkonform“.

Dass eine natürliche Regulierung des Wildtierbestandes gar nicht möglich wäre, betonte schließlich Markus Kägi (SVP). Dem Bericht zufolge stellte der Regierungsrat klar: „Unsere Natur ist keine unberührte Wildnis, sondern eine stark genutzte Kulturlandschaft.“

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