Politische Rückendeckung für Bejagungsschneisen

Thüringen und Sachsen-Anhalt wollen das Anlegen von Bejagungsschneisen im Mais für die Landwirte unbürokratischer machen. Damit soll die Jagd auf Wildschweine erleichtert werden.

Wildschweine im Mais

Foto: Carol Scholz

Noch ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Deutschland nicht ausgebrochen – und das soll möglichst lange so bleiben. Um die Jagd auf Wildschweine zu erleichtern, sollen Landwirte nun einfacher Bejagungsschneisen in ihren Maisfeldern anlegen können. Wie das Landwirtschaftsministerium Thüringen mitteilt, sinken die bürokratischen Hürden für das Anlegen und Ausweisen von Jagdschneisen.

Speziell bedeutet dies, dass Maisbauern die Schneisen im Flächen- und Nutzungsnachweis nun nicht mehr separat ausweisen müssen, wenn sie Agrarförderung beantragen. Stattdessen können sie Direktzahlungen mithilfe des sogenannten Mischcodes „Mais mit Bejagungsschneisen“ anfordern.

Auch in Sachsen-Anhalt können Landwirte bei ihren Maisäckern jetzt vorab angeben, wenn sie einen Teil brach liegen oder blühen lassen, berichtet welt.de mit Berufung auf das dortige Agrarministerium. Dem Artikel zufolge bleibt die Förderung für Landwirte unverändert, solange die Schneisen nicht mehr als 25 Prozent der gesamten Ackerfläche einnehmen.

Erst kürzlich hatten der Deutsche Jagdverband und der Bauernverband gemeinsam an alle Bundesländer appelliert, den vorhandenen agrarpolitischen Spielraum für die Anlage von Bejagungsschneisen zu nutzen und die sogenannten Mischcodes für die Antragstellung 2018 anzubieten (wir berichteten).

In Schleswig-Holstein plant der Landtag zudem eine Änderung des Landesjagdgesetzes. Demnach sollen Landwirte, die keine Bejagungsschneisen anlegen, auch keine Vergütungen für entstandene Wildschäden  erhalten (wir berichteten).

Bejagungsschneisen helfen Jägern enorm dabei, die Schwarzwildbestände zu reduzieren und somit das mögliche Verbreitungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest zu senken.

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!