Problem-Wolf: Abschuss erlaubt

Ein Wolf im Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein) hat mehrfach Schafe gerissen, die durch empfohlene Herdenschutzmaßnahmen „gesichert“ waren. Nun genehmigt das zuständige Umweltministerium die letale Entnahme und damit den Abschuss des Raubtieres.

Wolf am Wasser

Symbolbild: Tobias Bürger

Dem Problem-Wolf im Kreis Pinneberg geht es an den Kragen. Wie bereits hier berichtet, hat das Raubtier mehrere Schafe gerissen, die durch umfangreiche Herdenschutzmaßnahmen eigentlich sicher sein sollten. Nun berichten die Kieler Nachrichten, dass der schleswig-holsteinische Umweltminister Jan Philipp Albrecht den Abschuss genehmigt habe. „Nach intensiver Prüfung halten wir dieses Vorgehen im vorliegenden Fall für erforderlich, um die Last von den Betroffenen vor Ort zu nehmen und eine bestmögliche Koordination sowie fachliche hohe Expertise der mit der Entnahme betrauten Personen zu erreichen, die über einen Jagdschein verfügen müssen. Diese Aufgabe ist doppelt schwer - weder schön, noch einfach.“, so der Minister.

In der Tat sollen die sogenannte „letalen Entnahme“ Jäger aus der betroffenen Region vornehmen (wir berichteten). Dieses Vorgehen „würde die Chance, das Tier zu erlegen, deutlich erhöhen“, bestätigt Marcus Börner, Geschäftsführer des Landesjagdverbands. Dies sieht auch Minister Albrecht so: „Eine Gruppe ausgewiesener Fachleute unter intensiver Einbeziehung des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein wird nun mit der schwierigen Aufgabe betraut, den Wolf zu erlegen. Dabei ist es mir wichtig zu betonen, dass mit der Genehmigung nicht gewährleistet ist, dass der Abschuss des Wolfes auch tatsächlich gelingt. Ziel aller ergriffenen Maßnahmen ist weiterhin die Koexistenz von Wolf und Mensch in der Kulturlandschaft zu ermöglichen.“

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