Radikaler Vegetarier zeigt Jagdmagazin an

Foto: stockcreations / shutterstock.com

Der als radikal geltende schweizerische Tierschützer Carl Sonnthal hat jetzt gegen das Jagdmagazin „Bündner Jäger“ Strafanzeige gestellt. Wie 20min.ch berichtet, war der Auslöser ein im Magazin abgebildetes Foto, auf dem ein Jäger mit der Leber einer Hirschkuh zu sehen ist. Für den Tierschützer und dessen Interessengemeinschaft „Wild beim Wild“ stellen derartige Bilder eine Gewaltverherrlichung dar.

In einer Pressemitteilung der Interessengemeinschaft heißt es, mit den Darstellungen im „Bündner Jäger“ werde regelmäßig „das Grausame sowie Unmenschliche eines Vorgangs in verletzender Weise dargestellt“. Aus diesem Grund hat Sonnthal im Namen von „Wild beim Wild“ dann auch Strafanzeige bei der Bündner Staatsanwaltschaft eingereicht – und zwar wegen des Verdachts auf organisierte Gewaltdarstellung und Verletzung der Würde von Tieren. Offensichtlich würde „Wild beim Wild“ am liebsten die Jagd komplett verbieten lassen. In der Pressemitteilung heißt es beispielsweise: „Heute ist die Jagd mehrheitlich ein Volksfest, wo Geschäftsleute und Tierquäler Partner einladen, um Tiere zu massakrieren sowie die Staatskasse mit Blutgeld zu verunreinigen.“

Wie der Redakteur des „Bündner Jägers“, Walter Candreia, dem Bericht zufolge erklärt, wollte er mit den abgedruckten Bildern das Thema möglichst realitätsnah dokumentieren. Da das Ausweiden eines Tieres ein integraler Bestandteil sei, müsse ein Fachmagazin den Vorgang auch adressatengerecht abbilden. „Wenn wir das nicht mehr zeigen dürfen, haben wir als Gesellschaft ein Problem“, fügte er an. Auch Robert Brunold, Präsident des Bündner kantonalen Patentjägerverbandes, verteidigt den erschienenen Artikel. Es sei nur ehrlich, wenn man genau zeige, wie ein Tier ausgeweidet werde, heißt es in dem Bericht. Besonders vor dem Hintergrund, dass das Thema des Beitrages „Respekt vor dem Tier – vom Verwerter zur Wegwerfgesellschaft“ lautete. Daher sehe man der Anzeige auch mit Gelassenheit entgegen, betonte Brunold.

Wer etwa solch ein leckeres Steak im Restaurant verzehren möchte, müsste in einem abgetrennten Zimmer sitzen – so will es zumindestens Carl Sonnthal. Foto: hlphoto / shutterstock.com

Es ist nicht das erste Mal, dass Carl Sonnthal mit einer derart abstrusen Argumentation auffällt. Bereits 2009 schaffte er es mit einer weltfremden Forderung in die Schlagzeilen. Damals forderte er, dass Fleischesser beim Restaurantbesuch in ein Separee verbannt werden sollten. Schließlich sei es verstörend, insbesondere für Kinder, überall auf Tierleichen zu stoßen, sagte Sonnthal damals. Außerdem könne man Kindern auch nicht zumuten, „sie mit etwas zu konfrontieren und zu füttern, was sie freiwillig nicht essen würden, wenn sie den Tathergang kennen würden“, heißt es in einem Interview mit blick.ch.

Nicht nur Sonnthal selbst, sondern auch die Gemeinschaft „Wild beim Wild“ schmeißt mit unwahren Behauptungen nur so um sich. In einem „Argumentarium gegen Jäger“ auf der Website der Interessengemeinschaft heißt es beispielweise: „JägerInnen fallen quasi in die Gruppe einer sogenannten aggressiven Sekte mit einem Missionierungsanspruch und einem ausgeprägten militanten Elite­Bewusstsein.“ Oder auch: „Namhafte Ärzte, Psychologen, Psychiater und Richter attestieren den heutigen JägerInnen ein krankhaftes Verhaltensmuster.“ Weiterhin wird von „psychopathischen Jägern“ gesprochen und behauptet, dass Jägerinnen und Jäger auch immer Terroristen seien.

Wer sich die abstrusen Argumente der militanten Tierrechtler antun möchte, kann dies HIER tun.

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