Hochsitz

Symbolbild

Rätsel um verschwundene Jagdkanzel löst sich auf

Wenn es jemand auf einen Hochsitz abgesehen hat, stecken wohl doch nicht immer militante Jagdgegner dahinter. Das hat sich jetzt im sächsischen Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) gezeigt.

Dort hatte ein Jagdpächter Mitte April den Diebstahl einer kompletten Jagdkanzel angezeigt. Die Polizei berichtete in ihrer Pressemitteilung – unter der befremdlichen Überschrift „Weidmannsheil“ – davon, dass die dreisten Diebe ihr „Objekt der Begierde“ komplett abgebaut und mitgenommen hätten. Der verantwortliche Jagdpächter habe nur noch die Befestigungslöcher in der Erde vorgefunden und nun sei ein Schaden von 800 Euro zu beklagen.

Wie die „Freie Presse“ berichtet, konnten jetzt allerdings „zwei Eingeweihte“ für überraschende Aufklärung sorgen: Demnach war es nicht etwa eine Gruppe aggressiver Jäger-Feinde, die für die Tat die Verantwortung trägt, sondern – ein Waidmann höchstpersönlich. Des Rätsels simple Lösung: Der bisherige Pächter habe die Jagd aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen, das Revier abgegeben und daher die Jagdkanzel umsetzen lassen, da sie ja sein Eigentum sei. Einziger Fehler: Der Mann vergaß offenbar, seinen Nach-Pächter zu informieren, woraufhin dieser die Anzeige wegen Diebstahls erstattete. Die Polizei bestätigte gegenüber der Zeitung, dies decke sich mit dem Stand ihrer Ermittlungen.

Nichtsdestotrotz sind dem Bericht zufolge in der Region auch tatsächliche Aktionen militanter Jagdgegner nichts Unbekanntes. „Das passiert hier immer wieder. Meistens werden die Kanzeln oder Leitern einfach kaputt geschlagen und liegen gelassen“, sagte ein Jäger der Zeitung. „Mir wurde eine Zeit lang fast jede Woche eine Leiter zerschlagen oder zertreten, einmal auch die Tür der Kanzel herausgerissen", klagte ein weiterer Betroffener.

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