Rehkitz-Rettung sorgt für Feuerwehr-Einsatz

Ein dauerhaft piepsender Rauchmelder sollte Kitze vergrämen, er belästigte allerdings zugleich die Anwohner.

Feuerwehr

Symbolbild: lukasbecker

Die Idee ist nicht neu, allerdings sollte man sie nicht in Hörweite von Anwohnern umsetzen: Ein dauerhaft piepsender Rauchmelder, der zur Vergrämung von Rehkitzen dienen sollte, hat jetzt im schleswig-holsteinischen Todendorf einen Feuerwehr-Einsatz ausgelöst. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, rückte zusätzlich zu den 15 Wehrleuten auch eine Streifenwagenbesatzung der Polizei aus.

Anwohner hatten dem Bericht zufolge das Geräusch eines permanent piependen Rauchmelders wahrgenommen und daraufhin die Feuerwehr alarmiert. Nach intensiver Suche stießen die Einsatzkräfte nicht etwa auf einen Brand, sondern entdeckten das ruhestörende Gerät mitten auf einer Wiese. Ein Feuerwehrmann, der selbst Jäger ist, konnte für Aufklärung sorgen: Durch das Gepiepse sollten offenbar Rehkitze vor der bevorstehenden Mahd von der Wiese vertrieben werden. 

Die Methode ist kein Geheimtipp. Beispielsweise erhielt kürzlich laut shz.de die Jägerschaft aus dem ebenfalls in Schleswig-Holstein gelegenen Schillsdorf 60 hochwertige Rauchmelder für ihre Reviere. Dennoch gibt es diverse Alternativen zur Vergrämung von Rehkitzen vor der Wiesenmahd – etwa den Einsatz von Flugdrohnen (wir berichteten) oder auch die Rettung vom Rücken eines Pferdes aus (wir berichteten).

Der Jäger, der den Feuerwehr-Einsatz von Todendorf ausgelöst hat, soll nun darauf hingewiesen werden, künftig auf leisere Methoden zur Kitz-Rettung zu setzen, heißt es in dem Zeitungsbericht abschließend.

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