Foto: Mario Rosenthal

Rehwild-Abschuss: Die Grünen scheitern mit tierfeindlichem Antrag

Durch die Stimmen der CSU und der Freien Wähler wurden jetzt mehrere Anträge der Partei Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt. In diesen ging es darum die Zahl der Verbissschäden zu reduzieren. Nach dem Willen der Grünen sollte etwa die Jagdzeit auf weibliches Rehwild und Kitze bis zum 31. Januar verlängert werden. Weiterhin sollten in Hegegemeinschaften mit einer hohen Verbissbelastung Zwangsgelder verhängt werden, wenn die Abschusspläne nicht erfüllt worden sind. Dies geht aus einem Bericht der Augsburger Allgemeinen hervor.

Begründet wurden die Anträge damit, dass der Verbiss laut dem aktuellen „Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung“ in 28 Prozent der Hegegemeinschaften „zu hoch“ oder „deutlich zu hoch“ sei. Die Grünen sprechen von „jagdlichen Versäumnissen“ und forderten ein staatliches Eingreifen, da jegliche Apelle die Eigenverantwortung wahrzunehmen, ohne Erfolg geblieben seien.

Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, kritisiert die Anträge deutlich. Sie vergifteten das Klima zwischen Waldbesitzern und Jägern. Auch staatlich verordnete Zwangsmittel halten die Freien Wähler für falsch, denn damit würde das bayerische Reviersystem „kaputtgemacht“, sagt Aiwanger. Insbesondere der Antrag zur Verlängerung des Abschusses von weiblichem Rehwild wird scharf kritisiert. Dieser verstoße sogar gegen den Tierschutz, denn „wir würden damit Geißen töten, die bereits Föten im Mutterleib tragen“.

Dem Antrag zugestimmt hatte lediglich die SPD. Wie der Sozialdemokrat Herbert Woerlein erklärt, verstehe man zwar den Frust der Jäger, jedoch laute das Motto in Bayern „Wald vor Wild“.

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