Remmel-Jagdgesetz bald Geschichte

NRW-Landtag vor der Korrektur der umstrittenen Novelle von Rot-Grün.

Gesetz

Grafik: geralt

Der NABU tobt: Das höchst umstrittene NRW-Jagdgesetz, das der Öko-Verband maßgeblich beeinflusste, ist praktisch Geschichte. Im zuständigen Landtagsausschuss wurde das Remmel-Werk abgewählt. Nun muss noch das Plenum abstimmen.

Die Jagdrechtsnovelle des gelernten Religionslehrers und späteren Umweltministers Johannes Remmel (Grüne) hatte für heftige Turbulenzen gesorgt: Zu Tausenden gingen Jägerinnen und Jäger auf die Straße.

Aufreger-Punkte: Drastische Kürzung der Liste jagdbarer Tierarten, Beschränkung und Streichung von Jagdzeiten, Verbot der Fallenjagd, massive Einschränkungen bei Ausbildung und Einsatz von Jagdhunden, kein Abschuss von streunenden Katzen und Zweckentfremdung der Jagdabgabe.

Nun hat im Düsseldorfer Landtag der Umweltausschuss die Wende rückwärts beschlossen. Mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD gegen SPD und Grüne. Der Gesetzentwurf dazu kam noch von der bisherigen Landwirtschaftsministerin (und Landwirtin) Christina Schulze Föcking, die nach 11 Monaten Amtszeit unter massivem Druck von Tierrechte-Verbänden zurückgetreten war.

In einer ersten Reaktion bringt der NABU seine tiefe Enttäuschung zum Ausdruck: „Das Jagdgesetz der rot-grünen Landesregierung setzte bundesweit ethische und ökologische Maßstäbe, auch wenn aus Natur- und Artenschutzsicht noch weitere Verbesserungen möglich gewesen wären. Doch selbst diese Errungenschaften werden nun wieder über Bord geworfen. Die jetzige Novellierung dreht das Rad aus ideologischen Motiven wieder zurück.“

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